Magdeburg l Einmal nachts im Elbauenpark Magdeburg die Seilrutsche runtersausen – das soll 2019 möglich sein. Mit dieser und weiteren Neuerungen soll die außergewöhnliche Attraktion – die ElbauenZip – in der nächsten Saison mehr Besucher locken als bisher. Denn davon können es ruhig mehr sein, gibt Steffen Schüller, Chef des Elbauenparks Magdeburg, gegenüber der Volksstimme zu.

Seilrutsche nur wenige Tage in Betrieb

Bis Ende Juli 2018 hatten knapp 2000 Parkbesucher die Seilrutsche seit Eröffnung zu Ostern genutzt, erklärte Schüller. Bis zu 4000 sollen es am Ende der Premierensaison sein. Eine Zahl, die jedoch kaum zu schaffen sein dürfte. Immerhin ist bereits Nebensaison und die Seilrutsche am Jahrtausendturm nur noch freitags, am Wochenende, feiertags sowie in den Ferien geöffnet.

Schüller blickt dafür schon mal optimistisch ins nächste Jahr. „Mit den Erfahrungen, die wir dieses Jahr gesammelt haben, glaube ich, dass das zweite Jahr besser wird“, sagte er.

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Spontan für Rutsche entscheiden

Besser soll vor allem der Service rundherum werden. Bislang müssen sich Nutzer schon am Eingang zum Elbauenpark oder am Kletterpark, der Betreiber der Seilrutsche ist, entscheiden, ob sie den Mut für die Seilrutsche aufbringen. Zudem müssen sie am Kletterpark ihre Ausrüstung (Gurt, Helm und Rolle) abholen und diese selbstständig zum Turm tragen. Das alles spricht nicht für ein spontanes und unbeschwertes Vergnügen.

Nun soll geprüft werden, ob sich Gäste kurzerhand im Turm eine Karte kaufen und vor allem erst dort einkleiden können.

Preise bleiben stabil

Festhalten will der Park an den Preisen für die Seilrutsche, zumindest aus Schüllers Sicht. Der Betrieb der Rutsche trage sich, meinte er, ohne genaue Zahlen zu nennen. Von einer baldigen Amortisierung der damaligen Investitionskosten von rund 175.000 Euro sei aber nicht zu sprechen.

Man gehe jedoch von einer sehr langen Nutzungszeit aus. „Der Verschleiß ist gering“, so Schüller. Er betonte zudem die Notwendigkeit der Rutsche, auch, „weil man immer wieder neue Attraktionen bieten muss, um überregional Aufmerksamkeit zu erzeugen".