Magdeburg l Die Weiße Flotte Magdeburg flüchtet vor dem Niedrigwasser in der Elbe. Der Pegel an der Strombrücke stand am 1. Juli 2019 gegen Mittag bei 64 Zentimeter.

Am Montag fanden zwar die geplanten Fahrten noch statt. Für den 2. Juli Tag hat das Unternehmen aber die Wasserstraßenkreuzfahrten um 10 und 13 Uhr, die „Schifffahrt zur Kaffeezeit in Richtung Schönebeck“ und die Stadtfahrt um 17.30 Uhr ab Petriförder abgesagt. Die Stadtfahrt um 11.15 Uhr soll möglichst noch stattfinden. Die Tagesfahrt nach Tangermünde am 4. Juli entfällt - als Ersatztermine sind der 15. August und der 12. September im Gespräch.

Ersatzfahrten übers Wasserstraßenkreuz

Ab dem 3. Juli 2019 möchte das Unternehmen Ersatzfahrten anbieten. Start für diese Angebote ist der obere Kanalhafen am Schiffshebewerk Magdeburg-Rothensee, wo die im vergangenen Jahr modernisierte Sachsen-Anhalt startet. Dank der Beschaffenheit der Elbe sind von dort aus dreitstündige Rundfahrten über das Wasserstraßenkreuz möglich. Möglicherweise werden für den Ersatzfahrplan in den kommenden Tagen weitere Fahrten in den Elbe-Havel-Kanal bis hinein in den Niegripper See aufgenommen.

Das Manko dieses Standorts: Das Schiffshebewerk ist mit dem öffentlichen Personennahverkehr allein mit dem Regionalbus 622 zu erreichen. Viele Fahrten für diesen müssen mindestens zwei Stunden vor Fahrtbeginn bei Börde-Bus angemeldet werden müssen unter Telefon 01802/892892.

Für den Fall, dass auf der Stadtstrecke Magdeburgs Fahrten zwischen der Herrenkrugbrücke und Westerhüsen möglich sind, behält die Weiße Flotte ihre anderen beiden Fahrgastschiffe – die „Stadt Magdeburg“ und die „Stadt Wolfsburg“ – am Petriförder. Informationen gibt es im Internet.

Gierfähre Westerhüsen außer Betrieb

Während die Fähre in Buckau noch in Betrieb ist, reicht der Wasserstand in der Elbe indes auch nicht mehr für die von Fußgängern und Radfahrern genutzte Gierfähre Westerhüsen aus.

Laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bunds dürfte der Pegel an der Strombrücke am Dienstag auf 60 Zentimeter fallen. Eine vorsichtige Abschätzung sagt für den Freitag sogar nur einen Wert von 50 Zentimetern voraus. Im vergangenen Jahr hatte der Pegel an der Strombrücke mit 47 Zentimetern seinen historischen Tiefststand erreicht.