Magdeburg l Ungläubige und interessierte Blicke ernteten sie schon, die Männer mit den Kisten voller Taucherutensilien in der Elbeschwimmhalle. Während die Besucher ihre Bahnen zogen, machten sich 15 Mitglieder der Berufsfeuerwehr Magdeburg fertig für einen Tauchgang auf Bahn eins. Hinter der Aktion verbarg sich das alljährliche „Schnuppertauchen“ der Wasserretter von der Rettungswache Nord. Alljährlich bieten die „Froschmänner“ der Berufsfeuerwehr ihren Kollegen an, einmal in die gut 35 Kilogramm schwere Ausrüstung zu schlüpfen und unter fachlicher Anleitung selbst auszuprobieren, was ihre Kameraden eigentlich so machen.

Den jüngsten Schnupperkurs hatte die zweite Wachabteilung unter der Leitung von Lehrtaucher Thomas Föhse organisiert. Gemeinsam mit seinen Kollegen erläuterte Föhse zunächst einmal die Grundlagen der Ausrüstung und deren Handhabung. Dann ging jeweils ein erfahrener Taucher mit einem Kameraden ins Wasser.

Werbung für Nachwuchs

Neben dem Vermitteln, was ein Rettungstaucher so alles wissen und können muss, geht es den Wasserrettern auch darum, in den eigenen Reihen Nachwuchs zu akquirieren. Mehr als 30 Taucher zählt die Berufsfeuerwehr Magdeburg in ihren Reihen. Wie bei den Höhenrettern, der anderen „Spezialeinheit“, haben sich Freiwillige gefunden, die die Ausbildung zusätzlich zu ihrem primären Job als Feuerwehrmann absolviert haben.

Zwölf Taucher inklusive Lehrtaucher zählt jede der drei Wachabteilungen der Berufsfeuerwehr, um stets einsatzbereit zu sein. Zum Einsatz kommen die Wasserretter, wenn beispielsweise Menschen auf Elbe und Co. in Not geraten sind. So etwa bei den tödlichen Badeunfällen im Neustädter und im Salbker See, die es 2019 gegeben hat.