Magdeburg (twu/dt/dpa)) l Ein großer Polizeieinsatz sorgte am Dienstagmorgen für Aufregung in Magdeburg. Die Polizei durchsuchte einen Gebäudekomplex und nahm einen 67-Jährigen fest. Laut Nachbarn lebe der Festgenommene sehr zurückgezogen. Wie Frank Küssner von der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord in Magdeburg mitteilte, handle es sich um Durchsuchungsmaßnahmen wegen Verstoßes gegen das Sprengstoff- und Waffengesetz.

Über mehrere Stunden trugen die Beamten der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit Gegenstände aus dem Haus. Dazu zählten Kanister mit Chemikalien, verschiedenster Art.

LKA untersucht Chemikalien

Nach aktuellem Stand wurden zwei weitere Personen festgenommen. Gegen die drei Deutschen werde wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz und das Waffengesetz ermittelt. Im Laufe des Nachmittags kamen die Verdächtigen zunächst wieder frei.

Um welche Chemikalien es sich handelt, stand zunächst nicht fest. Sie werden von Spezialisten im Landeskriminalamt untersucht. "Es geht darum herauszufinden, was kann und könnte man damit anfangen", sagte ein Polizeisprecher. Es sei unklar, was die Männer mit den Stoffen vorhatten und woher diese stammten. Es gebe aber keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund. An der mehrstündigen Durchsuchung des Hauses samt Nebengebäude waren seit den Morgenstunden rund 40 Polizisten beteiligt.