Magdeburg l In der Albert-Vater-Straße in Magdeburg haben am Freitag bislang unbekannte Täter zwischen 22 und 22.30 Uhr die Scheiben eines parkenden Audi A3 beschossen. Neben dem Fahrzeug sicherte die Polizei eine 0,5 Zentimeter große Metallkugel.

Zum Hintergrund und der Motivation der Tat liegen derzeit keine Erkenntnisse vor. Personen waren durch die Tat nach bisherigem Ermittlungsstand nicht in Gefahr. Die Polizei sicherte Spuren und leitete ein Ermittlungsverfahren ein.

Wenige hundert Meter entfernt schossen vermutlich die gleichen Täter mit Metallkugeln in die Verglasung einer Hauseingangstür eines Mehrfamilienhauses. Hierbei wurde die äußerte Scheibe der Verglasung durchschlagen, an der inneren Scheibe prallte die Kugel jedoch ab. Vor der Tür wurden ebenfalls 0,5 Zentimeter große Metallkugeln gefunden.

Bilder

Zum Hintergrund und der Motivation der Tat liegen derzeit keine weitergehenden Erkenntnisse vor. Personen waren durch die Tat nach bisherigem Ermittlungsstand nicht in Gefahr. Der Leitende Einsatzbeamte vom Dienst im Polizeirevier Magdeburg, Polizeihauptkommissar Mathias Engel, erläutert: „Falls Menschen beschossen worden wären, wäre dies der Polizei mit großer Wahrscheinlichkeit auch gemeldet worden.“

Es ist davon auszugehen, dass keine Feuerwaffen bei den Taten im östlichen Stadtfeld zum Einsatz gekommen sind. Möglich sei, dass eine Schleuder oder Zwille genutzt worden ist. „Der Besitzer des beschädigten Fahrzeugs hat außerdem uns gegenüber ausgesagt, dass er keine Feinde habe“, berichtet Mathias Engel. Da auch kein Motiv für eine politische Tat vorliegt, liegt nahe, dass die Tat aus reiner Zerstörungswut begangen wurde. Mathias Engel sagt: „Dafür spricht die Nähe der Tatorte zueinander.“ Es könnte sich also um einen aus dem Ruder gelaufenen Dumme-Jungen-Streich handeln.

Dennoch wurden die Spuren an den Tatorten gesichert, und es laufen die Ermittlungen der Polizei. Zunächst geht es um Sachbeschädigung. „Möglicherweise kommt aber auch der Vorwurf des Verstoßes gegen das Waffengesetz hinzu – das hängt von den Ergebnissen der weiteren Untersuchungen ab“, so der Polizeihauptkommissar.

Dass in der Landeshauptstadt aus Gründen der Zerstörungswut um sich geschossen wird, ist bislang eher die Ausnahme. Für Schlagzeilen hatte gesorgt, als im Juni 2016 mit Diabolos aus einem Wohnhaus an der Walther-Rathenau-Straße unter anderem auf ein Seniorenwohnheim in der Nachbarschaft geschossen worden war.

Zeugenhinweise nimmt das Polizeirevier Magdeburg unter der Telefonnummer 0391/546 32 91 entgegen.