Magdeburg l Neue Neustadt bekommt eine eigene TV-Serie. Der Offene Kanal (OK) Magdeburg startet das TV-Projekt „Magdeburg Moritzplatz“. Drei Jahre lang werden Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund aus der Neuen Neustadt und angrenzenden Stadtteilen unter professioneller Anleitung eine Fernsehserie produzieren. Grundlage für das Drehbuch sind Themen, Charaktere und Geschichten aus ihrer Lebens- und Erfahrungswelt. Es wird keine Reality-Soap. Die Handlung ist fiktiv und doch sollen Alltag und Probleme, Erfahrungen und Erlebnisse reflektiert werden. Für das TV-Projekt suchen die Filmemacher noch Mitwirkende. Da boten sich die Dreharbeiten zum Projekt der Deutschen Filmakademie (siehe obenstehender Beitrag) an. Denn auch das Projekt arbeitet mit Einheimischen und Migranten gleichermaßen. Das Projekt begleiteten Susann Frömmer, Patrick Jannack und Alexander Huber mit der Kamera. Drehten einen Film über das Filmemachen – ein Making-of. Dabei konnten sie so manchen Jugendlichen, der Spaß am Filmdreh gefunden hat, für ihr TV-Projekt begeistern. Osama Alshaikh beispielsweise. Der 19-Jährige, der einer der Protagonisten vor der Kamera war, hat in der vergangenen Woche so viel Freude daran gefunden, dass er beim OK weitermachen möchte. Ohnehin hatte er sich vor zwei Monaten für die Serienproduktion schon angemeldet.

Dennoch suchen die Filmemacher weitere Mitstreiter für die Produktion der ersten Staffel von „Magdeburg Moritzplatz“. Los geht es im November. Regisseur und Drehbuchautor Marco Gadge (48), der von 1990 bis 1997 in Magdeburg wirkte, erarbeitet mit den Jugendlichen das Skript. Gedreht werden soll von April bis Mai, im Juli soll die erste Staffel (4 Folgen à 15 Minuten) fertig sein. Mitmachen können Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 27 Jahren, Vorerfahrungen sind nicht nötig und die Teilnahme ist kostenlos.

Interessierte sind herzlich eingeladen zum ersten Teamtreffen am 2. November um 14 Uhr im Offenen Kanal (Olvenstedter Str. 10). Infos auch unter: www.moritzplatz-serie.de