Magdeburg l Um die 30 Straßenmusiker und Straßenkünstler aus Magdeburg, Deutschland und vielleicht sogar internationale Künstler sollen rund um den Hasselbachplatz für gute Stimmung – und vor allem wieder für einen guten Ruf – sorgen. Das ist die Idee des Kulturbüros. Die Magdeburger Stadträte hatten beschlossen, dass die Stadtverwaltung musikalische Formate für Magdeburgs Kneipenviertel entwerfen soll.

Seit Monaten kracht es

Der Anlass: In den vergangenen Monaten war der Hasselbachplatz vermehrt in die Negativschlagzeilen geraten. Es ging um Dreck und Lärm der Feiernden auf offener Straße direkt am Kreisverkehr, es ging um Drogenhandel sowie um Pöbeleien und auch Schlägereien. Seitdem wurde die Polizeipräsenz dort verstärkt, auch die Mitarbeiter des Magdeburger Ordnungsamtes ziehen regelmäßig ihre Runden.

Das Musikfestival mit Straßenkünstlern soll jetzt ein Weg sein, um „den sozialen Raum in diesem Teil der Innenstadt positiv zu besetzen und kreativ in Anspruch zu nehmen“, heißt es in einer aktuellen Information des Kulturbeigeordneten Matthias Puhle. In einem Antrag der Grünen-Stadtratsfraktion war ursprünglich klassische Musik für den Hasselbachplatz vorgesehen. Doch der logistische Aufwand dafür sei zu groß. Straßenmusiker hingegen seien „die Anpassung an einschränkende Bedingungen“ gewohnt.

Donnerstags oder sonnabends

Beim Kulturbüro kann man sich bis zu zehn Auftrittsorte im Bereich des Hasselbachplatzes vorstellen, darunter drei überdachte Bühnen in den Fußgängerbereichen der Liebig- und Einsteinstraße sowie am Friedensplatz. Was die Gastronomie angeht, sollen Besucher die vorhandenen Bars und Restaurants nutzen. Zusätzliche Angebote seien nicht geplant. Der angedachte Zeitraum: ein oder zwei Termine zu Beginn und/oder Ende des Sommers. Geeignete Wochentage wären Donnerstag oder Sonnabend, eine passende Zeit zwischen 17 und 23 Uhr.

Aus Sicht des Ordnungsamtes sei diese Art Veranstaltung grundsätzlich denkbar. Allerdings: logistisch nicht ohne weiteres zu realisieren. Vor allem die Sicherheitsmaßnahmen müssten bedacht werden. Allein Sicherheitspersonal und Logistik schlagen sich in einem aktuellen Kostenplan mit mehr als 15.000 Euro nieder.

Stadträte beraten

Insgesamt würden fast 80.000 Euro an Kosten für diese Art Straßenfestival entstehen. In den kommenden Wochen werden darüber die Stadträte im Kultur- sowie im Finanzausschuss beraten. Bis dann Anfang November das neue Festival auf der Tagesordnung im Stadtrat steht.