Magdeburg (dpa/muß/tw) l Der Brand einer Lagerhalle eines Chemiekonzerns in Magdeburg hat einen Schaden von rund 750.000 Euro verursacht. Das Feuer war am Mittwochabend ausgebrochen, teilte eine Sprecherin der Feuerwehr am Donnerstag mit. Die ersten Spuren deuten auf Brandstiftung hin, so die Polizei. Die Bevölkerung sei durch den Brand nicht gefährdet gewesen – chemische Stoffe seien nicht freigesetzt worden.

Beim Eintreffen der Feuerwehr schlugen meterhohe Flammen aus dem Dach. Kurze Zeit später stürzte es in sich zusammen. Zwar konnte die Feuerwehr ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Gebäude verhindern, die Halle war jedoch nicht mehr zu retten. Ein Feuerwehrmann wurde bei den Löscharbeiten verletzt. Wegen des Einsatzes mussten mehrere Straßen gesperrt werden. Der Straßenbahnverkehr wurde zeitweise eingestellt.

Mehr als 60 Feuerwehrleute mit 16 Fahrzeugen waren im Einsatz. In der Halle wurde Frostschutzmittel gelagert. Für die Einsatzkräfte sei das keine zusätzliche Gefahr gewesen.

Brandstiftungen in der Nähe

Während die Feuerwehren beim Lagerhallenbrand im Einsatz waren, gab es in unmittelbarer Nähe zwei Versuche von Brandstiftungen. So wurde versucht, ein in Sanierung befindliches Mehrfamilienhaus anzuzünden. Nach ersten Angaben der Polizei vor Ort haben die oder der Täter einen Brandsatz in ein Kellerfenster geworfen. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte hier Schlimmeres verhindert werden. Verletzt wurde niemand. Ein wenig später flog ein Brandsatz gegen eine Gartenlaube. Es entstand jedoch kein Feuer.  

Die Polizei war mit zahlreichen Beamten im Einsatz, um mögliche Feuerteufel zu finden. Hierfür wurde auch ein Fährtenhund angefordert. Ein Hubschrauber kam zum Einsatz. Ob es einen Zusammenhang zwischen den beiden mutmaßlichen Brandstiftungen und dem Lagerhallenbrand ist derzeit offen. Die Halle ist einsturzgefährdet, ein Teil der Fassade ist bereits zusammengebrochen.