Magdeburg l 341 Milliarden Euro will der Bund 2018 einnehmen und ausgeben, wie Bundesfinanzminister Olaf Scholz kürzlich im Bundestag erklärte. Ein verhältnismäßig kleiner Teil der Ausgaben soll für eine Neuauflage des Programms zur Sanierung und Modernisierung von Orgeln abfallen.

2017 konnte die zuständige Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, 4,78 Millionen Euro dafür ausschütten. Bundesweit konnten 60 Orgel davon profitieren, darunter auch die Wäldner-Orgel im Dom zu Halle.

Neue Orgel für Magdeburger Kirche

Die Magdeburger Nicolaikirche soll ebenfalls eine neue Orgel erhalten. Die Pläne sind bereits weit fortgeschritten, der Orgelbauer steht Gewehr bei Fuß. 2019 soll es losgehen, 2021 der erste Ton erklingen. Allein die Finanzierung ist noch nicht gesichert. Der Neubau soll 750.000 Euro kosten. Die Gemeinde sammelt zwar unter dem Motto „Kleine Orgel, großer Klang“ durch Benefizkonzerte Spenden, ist aber auf Fördermittel angewiesen.

Ein Großteil davon, genauer gesagt 300.000 Euro, soll nun aus dem neuen Orgelprogramm kommen. „Es bildet einen wesentlichen Bestandteil. Ohne solch einen ‚Hauptunterstützer‘ ist das Projekt nicht finanzierbar, für eine Kirchengemeinde schon gar nicht“, sagt die verantwortliche Architektin Sina Stiebler.

Offen, ob Fördermittel kommen

Nach Auskunft von Heiko Wiemer, Sprecher der Kulturstaatsministerin, ist aber noch völlig offen, ob dieses überhaupt kommt. „Ob, wann und in welcher Höhe im Bundeshaushalt erneut Mittel für ein weiteres Orgelprogramm beschlossen werden, ist derzeit nicht absehbar“, erklärt er auf Volksstimme-Anfrage. Dies hänge von den Entscheidungen des Bundestages bei den Haushaltsberatungen ab.

Der Magdeburger Bundestagsabgeordnete Tino Sorge (CDU) hat angekündigt, die Vergabe von Fördermitteln für die Nicolaiorgel bei einer Neuauflage unterstützen zu wollen, ebenso sein SPD-Kollege Burkhard Lischka.