Magdeburg l „Wer nicht hüpft, der stimmt für Kohle“ tönt es am 12. April 2019 vom Magdeburger Domplatz. Knapp 200 Jugendliche haben sich hier um 8 Uhr morgens versammelt, um erneut für die Umwelt und gegen den Klimawandel auf die Straßen zu gehen.

Die Wetterbedingungen machen es ihnen nicht leicht: Es ist bitterkalt und zum Auftakt der Demonstration fällt sogar etwas Schnee. In einem Kreis aufgestellt hüpfen die Schüler und Studenten auf und ab, um warm zu werden. Doch trotz früher Uhrzeit und Kälte - an Motivation fehlt es den jungen Umweltschützern nicht. Handschuhe werden ausgepackt, Schilder bemalt, das Megafon ist bereit. Zu „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“ geht es vom Domplatz los, an der Elbe entlang Richtung Innenstadt.

Die Demonstration wird von drei Polizeiautos über die Straßen begleitet. Unter den Teilnehmern sind nicht nur Schüler und Studenten jeden Alters, auch Mütter mit Kinderwagen und Senioren. Auf Höhe des Allee-Centers gruppiert sich die Menge zu einer erneuten Kundgebung. Erneuerbare Energien und Kohleausstieg gehören zu den langfristigen Forderungen der Aktivisten, wie Organisator Johannes Kopton unter zustimmendem Jubel verkündet.

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„Klimanotstand jetzt – Jugend in die Offensive“, fordern die Redner. Anschließend zieht die Gruppe weiter die Erzbergstraße Richtung Universitätsplatz entlang. Mitorganisatorin Hannah Jauch war von Anfang an Teil der „Fridays for Future“-Bewegung in Magdeburg. Auch diesmal ist die Studentin begeistert von der Teilnahme: „Die Beteiligung  hat in den letzten Wochen nicht abgenommen und unser Engagement wird auch in Zukunft nicht nachlassen.“

Auf den Klimastreik wurde mit einem Graffito hingewiesen. Unbekannte hatten in der Nacht zum Donnerstag unter anderem die Wände einer Schule in der Brandenburger Straße mit dem Schriftzug "Klimastreik 12.4." beschmiert, bestätigte die Polizei auf Volksstimme-Nachfrage.