Magdeburg l Es sind schwierige Zeiten für Amsel & Co. Der Dürresommer 2018 und der für Amseln tödliche Usutu-Virus haben der heimischen Vogelwelt gehörig zugesetzt. Das wurde schon nach der Winterzählung des Naturschutzbundes (Nabu) in Magdeburg deutlich: Die Amsel verlor satte 60 Prozent und landete nur noch auf Platz 7, der Grünfink verlor ebenfalls deutliche 47 Prozent und rutschte auf Platz 10. Gerade die Verluste bei den imposanten Singvögeln wie der Amsel schmerzten viele Vogelfreunde.

Ab 10. Mai 2019 startet nun die „Stunde der Gartenvögel“, die traditionelle zweite große Vogelzählung, zu der der Nabu jedes Jahr deutschlandweit aufruft. Auch die Magdeburger sind von Freitag an bis zum Sonntag erneut eingeladen, beim Durchzählen der kleinen gefiederten Freunde zu helfen.

Vögel in Gärten und Parks zählen

Nabu-Vogelexperte Herbert Bilang sagt: „Je mehr Magdeburger sich beteiligen, desto verlässlicher sind die Aussagen zum aktuellen Bestand und zur Entwicklung der Vogelarten.“ Bei der jüngsten Zählung im Rahmen der „Stunde der Wintervögel“ erzielte Magdeburg einen Mitmachrekord: 287 Vogelfreunde hatten in den Parks und Gärten der Stadt die Wintervögel gezählt. Bilang und seine Mitstreiter vom Nabu Sachsen-Anhalt sind stolz darauf und hoffen dieses Mal auf eine vielleicht noch größere Beteiligung. „Wir würden uns riesig freuen, wenn ganz viele Elbestädter mitzählen würden“, sagte Bilang der Volksstimme.

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Dann werde sich zeigen, ob sich zum Beispiel der Amselbestand womöglich schon ein bisschen erholt hat. „Das könnte gut sein. Ich habe in den letzten Tagen schon wieder mehr Amseln beobachten können“, berichtet Herbert Bilang.

Magdeburger können mitmachen

Doch erst mit einer breiten Erfassung ließen sich verlässliche Entwicklungen ablesen. „Jeder kann mitmachen und uns dabei helfen“, betont Bilang. Man brauche auch keine Angst zu haben, etwas falsch zu machen. Es gebe viele Bestimmungshilfen. „Und wenn man wirklich mal nicht weiß, welcher Vogel es ist, dann lässt man ihn bei der Zählung einfach weg. Das ist nicht schlimm“, meint Vogelexperte Herbert Bilang.

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