Magdeburg l So wie schon vor der Wende an gleicher Stelle der Blitzgastronom prägte danach das Eiscafé Rialto über zwei Jahrzehnte die Gastronomie am Breiten Weg in Magdeburg. Nur wenige Lokale gibt es noch in der Innenstadt, die auf so eine lange Geschichte blicken konnten. Anfang der 1990er Jahre von Giocondo Imbriani eröffnet, war es 25 Jahre lang beliebter Anlaufpunkt für Eisfreunde beim Bummel durch die City.

Doch im November 2017 schloss der gebürtige Italiener seine Türen, Umbauarbeiten wurden per Aushang angekündigt. Doch obwohl augenscheinlich gewerkelt wird, ist an eine Wiedereröffnung derzeit noch nicht zu denken. Und das, obwohl seit Wochen bestes Eiswetter herrscht.

Gastronomie bleibt erhalten

Nun steht fest: Am Standort wird wieder eine Gastronomie eröffnen. Allerdings ohne den Italiener Imbriani. 70 Jahre ist er Anfang 2018 geworden. Aus gesundheitlichen Gründen hat er die Gesellschaft, die das „Rialto“ betreibt, verkauft, wie auf Volksstimme-Nachfrage vom Vermieter der Immobilie, der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft (Wobau) zu erfahren ist.

Die Gerüchte, nach denen ein asiatisches Restaurant in den Räumen einziehen soll, stimmen jedoch nicht. Zwar stamme der Käufer der Kapitalgesellschaft tatsächlich aus Asien, heißt es weiter von der Wobau. Dieser plane jedoch wie bisher eine italienische Gastronomie mit Eiscafé.

Renovierungsarbeiten im Restaurant

Seit der geplanten Schließung Anfang November 2017 sei durch das Wohnungsunternehmen die Küchenabluftanlage erneuert worden. Diese Arbeiten sind bereits abgeschlossen, derzeit laufen noch die Renovierungsarbeiten vonseiten des neuen Mieters. „Derzeit gehen wir davon aus, dass sich diese noch bis in den August ziehen werden. Ein Wiedereröffnungstermin ist der Wobau noch nicht bekannt“, teilt ein Sprecher mit. Ob das neue Restaurant den alten Namen tragen werde, wisse man nicht, sagt er weiter.

Zu DDR-Zeiten befand sich der Blitzgastronom an der Ecke Breiter Weg/ Goldschmiedebrücke. Es handelte sich um eine der Imbisshallen in Magdeburg – neben der Mitropa-Bahnhofsversorgung auf dem Hauptbahnhof und der Fischbratküche an der Halberstädter Straße.