Magdeburg l Ursprünglich sollten die Baumaßnahmen auf dem August-Bebel-Damm in Magdeburg in diesen Tagen beginnen. Die gesamte Gleisstrecke zwischen der Grundschule Rothensee und dem Betriebshof Nord soll grundhaft ausgebaut werden, um die Schäden vom Hochwasser 2013 endgültig zu beseitigen.

Doch vorerst bleibt die Straße noch frei. Denn wie Tim Stein, Sprecher der Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB), auf Volksstimme-Anfrage erklärt, wird sich der Baubeginn um mehrere Monate verzögern. „Wir werden erst im November damit beginnen“, sagt er.

Abstimmung dauert

Hintergrund sei ein längerer Abstimmungsprozess gewesen, unter anderem mit den Unternehmen entlang der Strecke. So musste erst noch eine Lösung für die Zufahrt zum Müllheizkraftwerk gefunden werden, damit die Lkw trotz Bauarbeiten dorthin gelangen.

Erste Vorbereitungen für den Gleisbau starten allerdings tatsächlich jetzt schon. So wird in dieser Woche eine Umleitung für Fußgänger und Radfahrer gebaut, damit in der kommenden Woche die Städtischen Werke Magdeburg (SWM) beginnen können, eine Gasleitung zu verlegen, die dem Bauvorhaben im Weg ist.

Von Vorteil ist die Verzögerung für Autofahrer. Im Vorfeld gab es Befürchtungen, dass es zum Verkehrsinfarkt kommen könnte, wenn es sich auf der Autobahn 2 staut. Dort wird derzeit auch saniert, die Fahrbahn Richtung Hannover ist komplett gesperrt. Im Fall der Fälle wird der Bebeldamm gern als Umleitungsstrecke genutzt.

Wären die MVB-Arbeiten wie geplant gestartet, hätte es bei Stau zum Kollaps kommen können. Die Chancen dafür sinken nun erheblich: Die Sanierungsarbeiten auf der A2 sollen voraussichtlich bis Ende des Jahres abgeschlossen sein, so dass nur kurzzeitig parallel gebaut wird.

Infos auf GWA-Sitzung

Die genauen Gründe für die Verzögerung beim geplanten Ausbau des August-Bebel-Damms wollen die MVB bei der kommenden Sitzung der AG Gemeinwesenarbeit (GWA) Rothensee erläutern. Diese findet am 1. September 2020 ab 17 Uhr in der Grundschule Rothensee, Windmühlenstraße 30, statt. Vertreter des Verkehrsunternehmens sind vor Ort, um den aktuellen Stand der Sanierungsmaßnahme zu informieren.

Aus Hygieneschutzgründen ist die Teilnahme nur nach Anmeldung per E-Mail an wolfgang.ortlepp@t-online.de möglich.