Magdeburg l Es hat nur wenige Tage gedauert, da war es wieder passiert: Das Kriegerdenkmal auf dem Hügel im Fürstenwallpark in Magdeburg wurde wieder von Unbekannten beschmiert. Erst eine Woche zuvor hatten Volksstimme-Leser berichtet, dass das Mahnmal bereits längere Zeit  verunstaltet ist.

Die gröbsten Schriftzüge wurden durch Mitarbeiter der Stadtverwaltung entfernt. Weitere Restarbeiten sollten in den folgenden Tagen erfolgen, hatte Stadtsprecherin Kerstin Kinszorra damals angekündigt.

Nun sind auf der zur Hegelstraße gewandten Seite des Denkmals erneut teils kryptische Schriftzüge aufgetragen worden. Diese sind der Verwaltung bereits bekannt, wie Rathaussprecher Michael Reif am Dienstag auf Anfrage sagte. „Die Schmierereien werden im Auftrag unseres Eigenbetriebes Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg bereinigt“, versichert er.

Und auch im Stadtrat wird der Vandalismus eine Rolle spielen. FDP-Stadträtin Carola Schumann nimmt die aktuellen Vorfälle am Kriegerdenkmal zum Anlass, um auf der Stadtratssitzung am 22. August 2019 eine Anfrage zum Umgang damit zu stellen. Sie möchte u. a. wissen, ob es eine Zunahme von Vandalismus an den Magdeburger Denkmälern gibt und ob es regelmäßige Kontrollen derselben gibt.

Das Kriegerdenkmal wurde am 2. September 1877 eingeweiht. Es erinnert an die gefallenen Soldaten im Preußisch-Deutschen Krieg von 1866 und im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71.