Magdeburg (el) l Rund 100 Beamten waren bei dem großen Fahndungseinsatz am Donnerstag, 19. Juli 2018, dabei. Zwischen 14 und 20 Uhr waren die Polizisten der Landes- und Bundespolizei am Hauptbahnhof in Magdeburg sowie im Strubepark im Stadtteil Leipziger Straße im Einsatz. Mit dem Ziel: Personen und illegales Einreisen fahnden sowie Eigentums-, Gewalt- und Betäubungsmittelkriminalität bekämpfen.

Das Ergebnis: 18 Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet. In sieben Fällen wurde gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen, vier Mal gegen das Aufenthaltsgesetz, einmal gegen das Waffengesetz sowie gegen das Sprengstoffgesetz. Es wurden bei den Kontrollen ein Schlagstock, drei verbotene Messer und Pyrotechnik sichergestellt. Vier Personen sind jetzt angezeigt, weil sie als Schwarzfahrer unterwegs waren und einer muss mit einer Anzeige wegen des Verdachtes der Hehlerei rechnen.

Drogenverstecke im Park

Im Strubepark an der Warschauer Straße rückten die Polizisten am donnerstagabend mit einem Rauschgiftspürhund an. Der Hund entdeckte sieben Erddepots, in denen Betäubungsmittel versteckt waren. Insgesamt waren das 32 Gramm verschiedener Marihuana-Produkte. Nicht zum ersten Mal haben die Polizisten solche Drogenverstecke in dem Park entdeckt. Der Strubepark gilt seit längerem als einer der größten Drogenumschlagplätze in Magdeburg.

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Per Haftbefehl gesucht

Während der Personenkontrollen erwischten die Polizisten am Donnerstag auch einen 36-Jährigen, der aktuell per Haftbefehl gesucht wird. Wegen Nachstellung und Körperverletzung war er zu acht Monaten Haft verurteilt worden, trat aber seine Strafe nicht an. Noch am Donnerstagabend wurde der Mann direkt in die Justizvollzugsanstalt Burg gebracht. Zusätzlich gingen den Beamten noch zwei weitere Personen ins Netz, nach denen aktuell gefahndet wurde. 

Bereits am 4. April 2018 gab es eine Großkontrolle von Bundespolizei und der Polizeidirektion Sachsen-Anahlt Nord. Auch in Zukunft sind diese gemeinsamen Einsätze geplant. Beide Polizeidirektionen würden von dieser Zusammenarbeit profitieren, sowohl personell als auch in Sachen Einsatztechnik, heißt es auf Nachfrage von der Polizei.