Schönebeck/Barby/Calbe l Die Pegel der Flüsse in der Region steigen zwar langsam an, doch akuter Handlungsbedarf besteht derzeit nicht. Die Böden sind trocken wir ein alter Schwamm, so dass das Tauwasser des Schnees der vergangenen Tage sehr gut aufgenommen werden kann. In den Bundesländern und in Tschechien gibt es derzeit keine hohe Hochwassergefahr. Auch im Harz nicht (mit Ausnahme von Leine und Eine in Stangerode).

Und so sahen die Pegelstände am Montagabend aus:

Elbe bei Barby: 4,22 (Alarmstufe 1 bei 4,50 Meter):

Saale bei Calbe: 6,54 (Alarmstufe 1 bei 7,00 Meter):

Bode bei Staßfurt: 2,10 (Alarmstufe 1 bei 2,50 Meter)

Die Zahlen machen deutlich: Die Flüsse in den Altkreisen Schönebeck und Staßfurt haben zwar einen erhöhten Wasserstand, doch besorgniserregend ist das alles noch nicht. Zudem steigen die Pegel nur leicht an, und auch die Wetterbedingungen sind sonnig und warm. Allein die Prognose für die Elbe am Pegel ist ruhig: Während für heute 4,27 Meter erwartet werden, sinkt der Stand zum Wochenende wieder auf etwa 4,15 Meter.

Dass das so ist hat auch noch einen anderen Grund. Entlang der Elbe wurden in den letzten Jahren seit dem Jahrhunderthochwasser zahlreiche Überflutungsflächen geschaffen, die in der Summe dafür sorgen, dass sich die Elbe ausbreiten kann.

Vorbereitung auf Hochwasser

Trotzdem haben sich die Städte und Gemeinden an den Flüssen grundsätzlich auf Hochwasser vorbereitet. Neben der dauernden Beobachtung des Pegelstandes ist in der Stadt Schönebeck zum Beispiel festgelegt, dass beim Ausrufen der Alarmstufe 1 in Barby alle Gewerbetreibenden im Stadtgebiet Schönebeck informiert werden.

Würde die Elbe weiter ansteigen – etwa auf einen Stand von 4,80 Meter – dann würden nicht zur Zuwegungen in Überflutungsflächen kontrolliert (beispielsweise Buschweg), sondern auch im angrenzenden Uferbereich der Elbe die Straßen überprüft und gegebenenfalls Parkverbote ausgesprochen.

Sollte der Pegel der Elbe an der Fünf-Meter-Marke kratzen, dann erst würde die Stadt die gewerblichen Tierhalter informieren, die dann ihr Vieh selbstständig in Sicherheit bringen müssten. Außerdem würde es auch erste Absprachen mit den Kameraden der Wasserwehr Schönebeck geben. Doch davon ist die Elbe aus jetziger Sicht noch gut 80 Zentimeter entfernt.