Magdeburg l Futuristisch zeigt sich das neue Gebäude, das am Seilerweg im Stadtpark Magdeburg entsteht. In direkter Nähe zum Adolf-Mittag-See lässt die Stadtverwaltung einen Ersatz für das beim Hochwasser 2013 stark beschädigte Gebäude des Kulttreffs für Sportler entstehen. Vor allem die Bauweise, das neue Funktionsgebäude steht auf Stelzen, schindet ordentlich Eindruck beim Betrachter.

Doch bis zum jetzigen Baustand war es ein recht steiniger Weg für alle Beteiligten. Die Betreiber der Kultgaststätte „Seilerwiesen“ und die hier trainierenden Sportler standen regelrecht vor einem Desaster. Seit dem Hochwasser war das Gebäude nur eingeschränkt nutzbar. Somit war weder ein ordentlicher Gastronomiebetrieb noch das Nutzen der Duschen und Umkleiden für all die sportbegeisterten Menschen möglich.

Probleme mit Kostenübernahme

Ein weiteres Problem für den Neubau stellte die Bewilligung von Fördergeldern dar. Die Kosten für den Neubau belaufen sich auf rund 1,9 Millionen Euro. Jedoch weigerten sich die Fördermittelgeber, in diesem Fall die Investionsbank Sachsen-Anhalt, für die Kosten der bereits erwähnten Stelzen, eine Präventivmaßnahme, aufzukommen.

Hinzu kam noch, dass die neue Nutzfläche kleiner ausfällt, als bei dem vorherigen Gebäude. Jedoch signalisierte die Stadtverwaltung Magdeburg damals, dass man durch die Optimierung der Grundrisse dafür Sorge tragen werde, dass alle bisherigen Funktionen und Nutzer wieder im Ersatzneubau integriert würden. Umfasste der Gemeinschaftsraum vor dem Abriss 96 Quadratmeter, sind es im neuen Objekt 65 Quadratmeter. Einen Vorteil brächtenjedoch die Stelzen mit sich, denn dadurch würden Lagermöglichkeiten unter dem Gebäude entstehen, die vorher nicht vorhanden waren.

Montage- und Restarbeiten im Haus

Einen ungefähren Termin zur Übergabe des Gebäudes gibt es mittlerweile auch. „Wir visieren derzeit als Zeitraum zur Übergabe Ende März an“, erklärt Stadtsprecher Michael Reif gegenüber der Volksstimme. Derzeit würden im Gebäude noch Montage- und Restarbeiten erledigt. „Die Gestaltung der Außenanlagen kann jedoch erst beendet werden, wenn es die Witterung zulässt."