Magdeburg l Seit dem 14. Mai 2018 sind Bauarbeiter im Stadtpark Magdeburg damit beschäftigt, Wege zu befestigen. Mit Baumaschinen und viel Handarbeit geht es schrittweise vorwärts. Im Auftrag des Eigenbetriebs Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg werden aus Fördermitteln für die Beseitigung von Hochwasserschäden für 423.000 Euro drei Geh- und Radwege im östlichen Bereich des Stadtparks Rotehorn zwischen Adolf-Mittag-See und der Straße Am Winterhafen auf Vordermann gebracht.

Bis voraussichtlich Anfang August werden die vom Hochwasser 2013 stark in Mitleidenschaft gezogenen Verbindungswege mit Bitumen befestigt. „Ziel der durch Hochwasserfördermittel finanzierten Maßnahme ist es, die Wege so zu sanieren, dass sich Schäden durch Hochwasser künftig in Grenzen halten“ sagte eine Stadtsprecherin. Während der Baumaßnahme ist in diesem Bereich mit starken Einschränkungen zu rechnen, hieß es weiter.

Denkmalschutz begleitet Bauarbeiten

Zur Sicherung der Baustellen werden die Wege in Abschnitten gesperrt, so dass das Gebiet durch Freizeitsportler und Spaziergänger vorübergehend gemieden werden sollte. Begleitet werden die Bauarbeiten in der historischen Parkanlage durch den Denkmalschutz.

Der Stadtpark in Magdeburg ist umgeben von den Armen der Stromelbe und der Alten Elbe. Durch die Nähe zur Elbe ergibt sich zwar die idyllische Insellage des Parks, doch macht es die Grünflächen und Wege äußerst anfällig für Naturgewalten wie Hochwasser. Die historisch belegten Wege wurden bereits durch das Hochwasser 2002 stark in Mitleidenschaft gezogen. Im Jahre 2004 wurden die zerstörten Pfade umfassend saniert. Zwei Jahre später folgte das nächste Hochwasser. Danach wurden die beschädigten Wege nicht grundhaft ausgebaut und erneuert, sondern schadhafte Bereiche lediglich repariert.

Hochwasser zerstörte Wege

Die Hochwasser 2010 und 2013 unterstreichen die Dringlichkeit einer beständigen Befestigung der Wege im Stadtpark Rotehorn, so die Stadtverwaltung. Im Stadtpark waren bereits in den Vorjahren Wege auf diese Weise ausgebessert worden. Allerdings klappt das nicht überall reibungslos. Im Klosterbergegarten laufen schon seit Ende vergangenen Jahres Bauarbeiten an den Wegen, die aber immer noch nicht abgeschlossen sind, aber schon Ende 2017 beendet sein sollten.

Seitdem behindern Zäune die Nutzung des kompletten Parks. Auf Volksstimme-Nachfrage hatte die Verwaltung mehrfach ein Abschluss der Bauarbeiten angekündigt - und nun erstmal einen halbwegs konkreten Termin genannt.

Anfang Juni soll der Klosterbergegarten wieder frei begehbar sein.