Magdeburg l Bereits im Juli 2020 hatte die Volksstimme über einen besonders dreisten Fall von Vandalismus berichtet. Ein Hundehalter hatte sein Tier absichtlich auf den Sitz der Seilbahn auf dem Spielplatz am Schellheimerplatz gehetzt. Der Hund verbiss sich so stark, dass der Sitz schwer beschädigt wurde. Es war offenbar nicht das erste Mal gewesen, wie der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg (SFM) damals erklärt hatte.

Auch wenn es bei weitem nicht der größte Schaden in diesem Jahr war, wurden für jeden neuen Sitz 400 Euro fällig. Den bislang traurigen Höhepunkt, was die Schadenshöhe angeht, gab es im vergangenen Monat. Unbekannte hatten da den Pavillon auf dem Bolzplatz an der Hans-Grundig-Straße mutwillig in Brand gesteckt. Der durch das Feuer entstandene Schaden wird auf rund 15.000 Euro geschätzt, wie der SFM mitteilt.

"Alarmierende Entwicklung"

Es sei „eine alarmierende Entwicklung auf den kommunalen Spiel- und Freizeitflächen“ zu verzeichnen. „Seit Beginn dieses Jahres haben sich die durch Vandalismus und Diebstahl verursachten Schäden mit rund 25.800 Euro im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt“, erklärt der Stadtgartenbetrieb. So wurden in diesem Jahr bereits 14 Fälle von Vandalismus zur Anzeige bei der Polizei gebracht.

Wenige Tage nach dem Brand im Unterstand wurde eine Tischtennisplatte auf dem Polarspielplatz in Neustadt durch massive Gewaltanwendung beschädigt. Am Tag darauf wurde der Diebstahl eines Federwippers in Form eines Pferdes in Stadtfeld-West bemerkt.

Aufruf an Zeugen

„Wir appellieren an die Vernunft in der Bevölkerung und bitten darum, den liebevoll gestalteten Flächen und den in vielfältigen Beteiligungsverfahren entwickelten Spiel- und Freizeitangeboten wieder die entsprechende Wertschätzung entgegenzubringen“, erklärt der SFM. Zudem sollten Zeugen von Vandalismus diesen unbedingt bei der Polizei melden.