Magdeburg l Derzeit braucht man noch etwas Fantasie, denn an der Berliner Chaussee in Magdeburg zwischen Hohefeld-Privatweg und Puppendorfer Weg gibt es im Moment vor allem eines: viel Staub! Den wirbeln Arbeiter mit ihren Baggern und Baufahrzeugen auf, um die Schuttberge - alles Überbleibsel der abgerissenen Garagen - für den Abtransport und die Entsorgung vorzubereiten.

Wer genau hinschaut, entdeckt neben dem Radweg an der B 1 aber schon einen kleinen Erdwall. Hier entsteht in Kürze die neue Lärmschutzwand: 205 Meter lang und vier Meter hoch, wie die Volksstimme von der ausführenden Firma aus Niedersachsen erfuhr. Die Abschirmung für das neue Wohngebiet wird ganz anders aussehen als die schon vorhandene Lärmschutzwand aus Fertigteilen weiter stadtauswärts in Höhe Ehlegrund. Die neue Wand, ein Verbundsystem aus einer Stahlkonstruktion, die humusarm verfüllt wird, soll in ein paar Jahren beidseitig komplett bewachsen sein. Immergrüne Kletterpflanzen, die ohne ein Bewässerungssystem auskommen, sollen die grüne Mauer bilden.

Wohngebiet mit Eigenheimen geplant

Der Magdeburger Immobilienentwickler Rolf Onnen leitet hier für die Garagenkontor Magdeburg GmbH & Co. KG die Geschäfte. Laut Onnen wird hinter der Lärmschutzwand das neue Wohngebiet gebaut, für das der Stadtrat schon vor geraumer Zeit mit dem Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan (B-Plan) „Puppendorf/ Berliner Chaussee“ den Weg frei gemacht hat.

Bilder

Auf dem rund 20.000 Quadratmeter großen Areal werden 25 Eigenheime entstehen, berichtet Rolf Onnen auf Nachfrage. Geplant waren ursprünglich sogar 50, aber die Auflage der Planungsbehörde sei, mindestens 500 Quadratmeter große Grundstücke anzubieten. Es werden also 25 neue Häuser, für die bereits erste Verkaufsgespräche laufen, wie Onnen weiter erklärte. Die Nachfrage sei sehr gut, meinte er.

Hohe Nachfrage nach Eigenheimen

Das verwundert kaum, seit Jahren ist das Interesse an Eigenheimen in Magdeburg groß - gerade bei jungen Familien.

Eigentlich hatte der Investor gehofft, schon im letzten Jahr mit den Bauarbeiten beginnen zu können. Doch die Planung brauchte länger. Derweil wirbeln also die Baufahrzeuge auf dem Gelände an der Bundesstraße 1 gehörig Staub auf. Boten dafür, dass es nun doch vorangeht. In vier bis sechs Wochen will man mit dem Sortieren und Abfahren des Bauschutts fertig sein, erklärt Rolf Onnen. Danach könne die Lärmschutzwand gebaut werden.

Für den Winter ist die Einrichtung der Erschließungsstraße für das neue Eigenheimviertel vorgesehen. „Wir hoffen, dass dann spätestens im Frühjahr kommenden Jahres mit dem Bau der Häuser begonnen werden kann“, sagte Onnen.

So sieht der Plan momentan aus. Aber jetzt muss erst einmal der Schutt weg, und dann wächst die grüne Wand an der Bundesstraße 1.