Magdeburg l Am 24. Mai 2019 wurde im Magdeburger Wissenschaftshafen gefeiert: Der nördliche Teil des Speichers A wird wieder in Betrieb genommen. Dies allerdings in einer völlig neuen Funktion: Aus einem industriell genutzten Bereich des früheren Handelshafens ist jetzt Raum für Büros und für Forschung entstanden.

Erhalten geblieben sind in Abstimmung mit dem Denkmalschutz die äußeren Klinkermauern des Gebäudes. Weitere Teile des historischen Bauwerks, in dem zunächst das erste Elektrizitätswerk Magdeburgs untergebracht war, waren dermaßen mit Öl kontaminiert, dass sie nicht mehr gerettet werden konnten. An ihrer Stelle wurden in die historischen Außenmauern moderne Einbauten gesetzt, die über die Oberkante der Klinkermauern hinausragen.

1000 Quadratmeter für ein Start-up

Zum einen wird das Gebäude von der Deutschen Telekom und dem Medizindienstleiter PubliCare genutzt. Zum anderen zieht hier auf 1000 Quadratmetern auch die Wissenschaft ein. Es handelt sich um das aus dem uninahen Forschungszentrum Stimulate hervorgegangene Start-up Neoscan Solutions. Dieses Unternehmen beschäftigt sich mit neuen Entwicklungen im Bereich der Magnetresonanztomographie. Die Firma hatte sich für Magdeburg und gegen Bayern entschieden.

Magdeburger Speicher A

Magdeburg (ri) l Moderne Geschäftsräume sind im Magdeburger Wissenschaftshafen hinter der historischen Fassade von Speicher A entstanden. Ein Rundgang.

  • Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Foto: Martin Rieß

    Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Foto: Martin Rieß

  • Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Foto: Martin Rieß

    Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Foto: Martin Rieß

  • Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Foto: Martin Rieß

    Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Foto: Martin Rieß

  • Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Foto: Martin Rieß

    Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Foto: Martin Rieß

  • Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Foto: Martin Rieß

    Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Foto: Martin Rieß

  • Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Foto: Martin Rieß

    Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Foto: Martin Rieß

  • Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Nebenan wird an Wohnungen gebaut. Foto: Martin Rieß

    Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Nebenan wird an Wohnungen gebaut. Foto: Marti...

  • Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Foto: Martin Rieß

    Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Foto: Martin Rieß

  • Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Foto: Martin Rieß

    Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Foto: Martin Rieß

  • Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Foto: Martin Rieß

    Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Foto: Martin Rieß

  • Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Foto: Martin Rieß

    Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Foto: Martin Rieß

  • Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Von einer der Terrassen in den oberen Etagen hat man einen Blick über den Wissenschaftshafen. Foto: Martin Rieß

    Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Von einer der Terrassen in den oberen Etagen ...

  • Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Foto: Martin Rieß

    Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Foto: Martin Rieß

  • Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Foto: Martin Rieß

    Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Foto: Martin Rieß

  • Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Foto: Martin Rieß

    Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Foto: Martin Rieß

  • Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Foto: Martin Rieß

    Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Foto: Martin Rieß

  • Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Foto: Martin Rieß

    Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Foto: Martin Rieß

  • Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Hier soll ein Parkhaus entstehen. Foto: Martin Rieß

    Rundgang im neuen Speicher A im Wissenschaftshafen. Hier soll ein Parkhaus entstehen. Foto: Marti...

Vorangetrieben hat den Ausbau des Speichers A die Investorengruppe „ElbArkaden“, hinter der die Familie Gerhold mit der Firmengruppe Getec und ein Magdeburger Privatunternehmer stehen. Die Gruppe baut derzeit auch den benachbarten Speicher B aus, in den der Forschungscampus „Stimulate“ einziehen soll. Hier ist die Fertigstellung für November 2019 geplant.

In Magdeburg entsteht High-Tech-Park

Geschäftsführer der Getec-Tochter Grundtec Bauregie ist Rollandy Horvath. Er sagt: „Mit der offiziellen Eröffnung des Speichers A Nord und der voranschreitenden Fertigstellung des Gebäudes Speicher B zum Forschungscampus ,Stimulate‘ ist nur die Basis für die Fortführung der Entwicklung des Geländes zu einem High-Tech-Park entstanden.“ Die Visionen der Investoren gehen nämlich noch weiter: Es gehe darum, nationale und internationale Partnerschaften zu bilden und auf den Standort Magdeburg aufmerksam zu machen.

Zur großen Eröffnung war eine Delegation aus Israel vom Wissenschaftscampus in Be‘er Sheva zu Gast. Jetzt sei es wichtig, zusammen mit dem Land Sachsen-Anhalt und der Landeshauptstadt an einer weitergehenden Perspektive und an einer direkten Verbindung zwischen Universitätsgelände und dem Wissenschaftshafen zu arbeiten. Dabei geht es nicht allein darum, dass im Wissenschaftshafen nur Forschung und Büros ein Zuhause finden.

Neue Eigentumswohnungen

Die Investoren arbeiten so auch an der Südseite von Speicher A. Hier entstehen sogenannte Townhäuser, in denen Wohnungen zur Verfügung stehen. Und auch ein paar Meter weiter ist eine Nachnutzung für das frühere Gelände der Montego Beachbar geplant: In diesem Bereich sollen Eigentumswohnungen entstehen. Falls Bauantrag und bauvorbereitende Maßnahmen vorangehen, ist hier der Baustart zum Ende 2019 denkbar.

Auch andere Investoren sind im Wissenschaftshafen auf den Geschmack gekommen. Seit Jahren haben hier die Denkfabrik, in der u. a. das Forschungsinstitut Ifak seinen Sitz hat, und der Elbe-Dome im Trainingszentrum des IFF-Fraunhoferinstituts für virtuelle Szenarien ihren Standort. Inzwischen haben chinesische Investoren hier den Aufbau eines Forschungs- und Schulungszentrums für Robotik angekündigt. Außerdem sollen in alten Speichern weiter nördlich Wohnungen entstehen.