Magdeburg l Schlag auf Schlag geht es in den kommenden Monaten in der Straße Am Sudenburger Tor in Magdeburg voran. An zwei Häusern wird derzeit gebaut, zwei weitere Häuser werden auf den neuesten Stand gebracht. Bauherr ist Dirk Krüger. Er sagt: „Wir wollen aber nicht allein diese beiden Gebäude wieder nutzbar machen. Wir wollen in dem gesamten Viertel neues Leben einziehen lassen.“

Vielmehr geht es auch um die Fläche zwischen der Häuserzeile und der Bahnstrecke zwischen den Magdeburger Stadtteilen Buckau und Sudenburg, auf der sich derzeit das Lager für die Sanierung, ein Parkplatz und ein kleines Einkaufszentrum mit Action-Markt und Pizzaservice befinden. Dieses Gelände möchte Dirk Krüger komplett umgestalten.

Parken für Anwohner und Besucher

Zum einen plant er einen Neubau direkt an der Hauptstraße. Hier sollen unten die Gewerbemieter einziehen, oben sollen weitere Wohnungen entstehen. Dort, wo jetzt das im Herbst 2003 als Plus-Markt eröffnete Gewerbegebäude steht, soll Gebäude mit Parkdecks in den unteren und Wohnungen in den oberen Etagen entstehen.

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Bauleiter Alois Galuschka hat nicht allein das Baugeschehen vor Ort, sondern auch die Planungen und Überlegungen des Investors im Blick. Er sagt: „Ein Parkhaus an dieser Stelle hat durchaus einen Sinn. Zum einen natürlich für die Bewohner der Häuser. Zum anderen aber auch für Gäste, die beispielsweise zum Landgericht möchten.“ Dieses befindet sich rund 300 Meter von dem Viertel Am Sudenburger Tor entfernt.

Die Fläche zwischen den beiden Gebäuden könnte als eine Art Grünanlage für einen naturnahen Akzent sorgen, wo sich jetzt allein eine Asphaltfläche ausbreitet. Allerdings: Konkrete Zeitpläne gibt es für diese Überlegungen noch nicht. Denn erst einmal steht die Sanierung der Häuserzeile an.

Erste Wohnungen ab Mai 2020 bezugsfertig

Zu den laufenden Arbeiten sagt Dirk Krüger: „Ab Mai 2020 sollen die ersten Wohnungen mit 100 bis fast 180 Quadratmetern Wohnfläche in der Hausnummer 4 bezogen werden.“ Um die Bauarbeiten hatte sich ein Streit mit Miteigentümern des Nachbargebäudes entzündet. Alois Galuschka sagt: „Dieser Tage hatten wir mit den Arbeiten am Dach zu tun.“ Noch fehlt die Fassade, die einen grünen Akzent an der Straße in der südlichen Altstadt setzen soll und deren Äußeres von Balkonen geprägt sein wird. Und auch der Innenausbau steht noch aus. „Ich gehe aber davon aus, dass diese Arbeiten sehr viel störungsärmer über die Bühne gehen können als beispielsweise die Entkernung des Gebäudes im vergangenen Jahr.“

Nach Möglichkeit im August 2020 soll das Zwillingsgebäude Am Sudenburger Tor 3 fertiggestellt werden. Mit saniert werden nicht allein die sichtbaren Häuser zur Straße hin, sondern auch die Hinter- und Seitenhäuser.

Dann sind die beiden verbliebenen noch unsanierten Häuser – Am Sudenburger Tor 1 und 2 – an der Reihe und werden ausgebaut. „Das Haus Am Sudenburger Tor 2 möchten wir nach Möglichkeit schon Ende 2020 wieder bezugsfertig haben“, berichtet Dirk Krüger über seine Pläne. Entstehen sollen in dem Haus zwölf kleinere Wohnungen mit Wohnflächen von knapp 60 bis 80 Quadratmeter. Und dann ist in Sachen Sanierung als letztes das erste Haus in der Reihe dran – für dieses liegen jedoch noch keine detaillierten Pläne vor.