Staßfurt/Güsten/Hecklingen/ Egeln l Bis Ende März soll in jeder Einheits- und Verbandsgemeinde im Salzlandkreis eine eigene Impfstation entstehen. Das teilt der Salzlandkreis mit. Es handelt sich um eine gemeinsame Initiative von Landrat Markus Bauer (SPD) mit den Kommunen. Aktuell laufen noch Absprachen zu den Details mit den Oberbürgermeistern und Bürgermeistern. Ziel ist es, den Bürgern Impfungen gegen das Corona-Virus heimatnah anzubieten. Man rechnet damit, dass ab April deutlich mehr Impfstoff zur Verfügung stehen wird.

Impfen nah am Wohnort

Landrat Markus Bauer: „Unser erklärtes Ziel war bereits im Dezember: Wir wollen Hürden bei den Impfungen abbauen, insbesondere für unsere älteren Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen. Dafür wollen wir uns breit aufstellen und gemeinsam mit unseren Städten und Gemeinden sowie den niedergelassenen Haus- und Fachärzten die Voraussetzungen schaffen.“

Es entscheidet jeweils die Stadtverwaltung vor Ort, ob und wo eine neue Impfstation etabliert wird. In Abstimmung ist man aktuell zu den Räumlichkeiten, die die Kommunen zur Verfügung stellen. Sie müssen bestimmte Kriterien erfüllen wie Barrierefreiheit und getrennte Räume für Anmeldung, Arztgespräch, Impfung und Wartebereich.

Terminvergabe

Die Terminvergabe soll laut Bauer ähnlich wie im Impfzentrum nach einer geordneten Terminvergabe erfolgen, die man zur Zeit mit den Städten und Gemeinden vorbereite. Die jeweiligen Verwaltungen sollen zuerst die über 80-Jährigen per Brief anschreiben, ob sie sich impfen lassen wollen.

In Staßfurt wird es aufgrund des bereits vorhandenen Impfzentrums keine weitere Impfstation geben. Oberbürgermeister Sven Wagner (SPD) bestätigt: „Hinsichtlich der schriftlichen Bedarfsabfrage durch die jeweiligen Verwaltungen gibt es noch Abstimmungsbedarf mit dem Landkreis.“

Güsten

Der Güstener Bürgermeister Helmut Zander (SPD) sieht sich indes bestätigt in einer gewissen Vorreiterrolle. Er hatte bereits vor Wochen impfwilligen, über 80-jährigen Einwohnern der Stadt Güsten angeboten, sich bei ihm zu melden. Mittlerweile habe man den „Papierkrieg“ für rund 70 Interessenten dieser Altersgruppe wieder im Rathaus und warte auf ein Impfangebot eines mobilen Impfteams aus Staßfurt. „Als Impfstation für Güsten haben wir dem Landrat bereits unser Mehrzweckgebäude am Kiesschacht angeboten. Da ist reichlich Platz und auch sonst alles vorhanden vom Parkplatz bis zum WC“, so Zander.

Egelner Mulde

Der Verbandsgemeinde-Bürgermeister der Egelner Mulde Michael Stöhr (UWGE) sagte: „Das ist auf jeden Fall positiv, weil die Terminvergabe über die bundesweite Hotline und das Internet eine Zumutung für die Senioren ist. Die Impfstation soll in Egeln, wahrscheinlich in der Caféteria an der Wasserburg, eingerichtet werden.“ Die Ärzte des Medizinischen Versorgungszentrums hätten bereits ihre Unterstützung zugesagt. Demnächst sollen alle über 80-Jährigen angeschrieben werden.

Hecklingen

In Hecklingen kann man sich den Stadtsaal Stern oder das Dorfgemeinschaftshaus in Groß Börnecke als neue Impfstation vorstellen. Bürgermeister Uwe Epperlein (WGH) trägt die Idee der neuen Impfstation voll mit. „Zu den Räumlichkeiten und Details müssen wir einen Termin mit dem Landkreis abwarten.“ Ob die Verwaltung vor Ort Personal stellen muss, sei noch unklar. Das Anschreiben der impfberechtigten Bürger will die Hecklinger Stadtverwaltung übernehmen.