Magdeburg l Tausende Magdeburger laufen täglich am sogenannten „Plättbolzen“, dem spitz zulaufenden Gebäude am Hasselbachplatz, vorbei. „Einige lesen sogar das Schild rechts oberhalb des Eingangs zum Bäcker“, schreibt Volksstimme-Leser Klaus Neumann. Er gehört zu den aufmerksamen Passanten, so dass ihm ein „Zahlenteufel“ aufgefallen sei, wie er erklärt.

„Breiter Weg 332a“ steht dort groß über dem Infotext zur Geschichte des Gebäudes. Das Problem: Diese Adresse gibt es überhaupt nicht.

Höchste Hausnummer ist 267

Die Hausnummern des Breiten Wegs beginnen an der ehemaligen Staatsbank, gehen auf deren Straßenseite in Richtung Norden bis zum Uniplatz, wandern auf der anderen Seite zurück bis zum Hasselbachplatz und von dort wieder zur Danzstraße. Im neuen Domviertel entsteht derzeit als höchste Hausnummer die 267.

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Die Magdeburgische Gesellschaft zur Förderung der Künste, Wissenschaft und Gewerbe von 1990 (MG 90) e. V. hatte die Acryltafel in den 1990er Jahren gestiftet. „Wir haben als eine unserer ersten Aktivitäten ab 1995 mit der Ausschilderung von Baudenkmalen in der Innenstadt begonnen“, berichtet der Vereinsvorsitzende Thomas Kluger.

63 Tafeln in Magdeburg angebracht

Den Tafeln sind jeweils Daten zum Baujahr, Baustil und Architekten zu entnehmen. Bis 2001 wurden 63 Tafeln in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Magdeburg angebracht. „Sie waren der Grundstein für den heutigen touristischen Pfad durch Magdeburg und finden bis heute viel Anklang in der Bevölkerung“, sagt Kluger.

Wie damals die falsche Hausnummer zustande kam, sei heute nicht mehr nachzuvollziehen. „Wir werden natürlich reagieren“, versichert der Vorsitzende. Da eine einfache Zahlenkorrektur nicht mehr möglich sei, soll nun mit eigenen finanziellen Mitteln sowie Unterstützung einer Fachfirma ein neues Schild gestiftet werden.

Tafel in Magdeburg wird ausgetauscht

„Es wird in Kürze angebracht – mit der richtigen Hausnummer“, kündigt Thomas Kluger an. Diese war und ist laut Rathaussprecher Michael Reif tatsächlich die 232a und nicht 332a. „Wir bedanken uns für den Hinweis des aufmerksamen Lesers“, sagt Thomas Kluger.

Klaus Neumann freut sich über die Reaktion. Nun würde er sich nur noch freuen, wenn die zusätzlichen Infos an Straßennamenschildern größer wären. „Die kann man wie an der Liebigstraße ohne Fernglas nicht lesen“, sagt er.