Magdeburg l Über die Integrationsarbeit an der Gemeinschaftsschule "Gottfried Wilhelm Leibniz" in Magdeburg informierte sich am 22. Februar 2018 Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff. Gemeinsam mit Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper und Staatssekretärin Eva Feußner besuchte er die Einrichtung in der Innenstadt, an der 364 Schüler aus 34 Nationen lernen.

Schulleiter Roman Schöpp führte die Besucher durch das historische Schulgebäude und zeigte ihnen u. a. eine Sprachklasse, in der Kinder mit Migrationshintergrund aus der 5. bis 8. Klasse die Grundlagen der deutschen Sprache erlernen. Einige von ihnen sind erst seit einer Woche an der Schule.

Probleme mit Schülern und Eltern

In einem Gespräch mit Vertretern der Lehrer und Schüler erkundigte sich Haseloff nach den Problemen an der Schule. So gebe es einige Schwierigkeiten mit Schulverweigerern, die kaum lösbar seien. Ebenfalls schwer sei in manchen Fällen auch die Arbeit mit den Eltern, wenn diese kaum die deutsche Sprache beherrschen.

Schöpp betonte aber, dass die Probleme keinesfalls auf die Schüler mit Migrationshintergrund beschränkt seien, sondern es unter den deutschen Schülern genauso viele Problemfälle gibt.

Oberbürgermeister Lutz Trümper sprach den geplanten Umzug der Schule in den Norden der Stadt Magdeburg an. Für diesen sieht er aber bereits jetzt schwarz. Aufgrund des Vorlaufs bei der Beantragung von Fördermitteln für die Sanierung, "weiß ich jetzt schon, dass das nicht machbar ist", sagte er. Der Stadtrat Magdeburg muss den Umzug aus Platzgründen ohnehin zunächst erst beschließen.