Magdeburg l Karstadt will sein Magdeburger Warenhaus am Breiten Weg modernisieren. Wie der Konzern mitteilte, werde ab Februar 2019 auf allen drei Etagen umgebaut. Außerdem soll der Deckenbeton der Immobilie saniert werden. Damit werde eine „hohe Summe“ in den Standort investiert, heißt es in der schriftlichen Mitteilung.

Wie hoch die Summe ist, sagt auch Warenhaus-Leiter Carsten Feist nicht. Der 51-Jährige hat die Leitungsfunktion im Oktober 2018 von André Tworowski übernommen. Tworowski war zuvor zweieinhalb Jahre Chef des Warenhauses gewesen. Feist war vor Antritt seines Postens in Magdeburg als Geschäftsführer für die Karstadt-Filialen im Rhein-Main-Gebiet zuständig.

Bekenntnis zum Standort Magdeburg

Der neue Leiter will die Investition von Karstadt auch als „Bekenntnis zum Standort Magdeburg“ verstanden wissen. Karstadt hatte sich im vergangenen Jahr mit der Warenhauskette Kaufhof zusammengeschlossen. Die Fusion wurde Ende November 2018 abgeschlossen.

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Die Umbaupläne stünden nicht in Zusammenhang mit der Fusion, sagt Feist. Es gehe darum, das Sortiment im Warenhaus neu zu strukturieren und moderner darzustellen, auch mit neuen Marken. Wann genau die Arbeiten im Februar beginnen, sei noch nicht klar. Bis Anfang Mai soll der Umbau beendet sein. Die denkmalgeschützte Fassade des Hauses ist laut Feist nicht betroffen.

Parkplätze gesperrt

Wohl aber der Grünstreifen neben der Parkplatzzufahrt an der Julius-Bremer-Straße. Wegen der Bauarbeiten soll die Zufahrt den Plänen nach zeitweise in die Kutscherstraße verlegt werden. Außerdem könne es vorübergehend zur Sperrung von etwa 30 Parkplätzen kommen. Der Grünstreifen werde aber nach den Bauarbeiten wieder instand gesetzt, heißt es von Karstadt.

Das Warenhaus mit der markanten Fassade steht seit 45 Jahren im Zentrum der Magdeburger Innenstadt. Mit der Eröffnung am 3. Dezember 1973 war es das mit Abstand größte Warenhaus der Stadt und auch eines der größten Centrum-Warenhäuser in der DDR.

Karstadt seit 1991 in Magdeburg

Nach der Wende wurde die Centrum-Warenhauskette aufgelöst, betroffen waren neben dem Magdeburger Haus noch gut ein Dutzend weitere Häuser in ostdeutschen Städten. Sie wurden von den großen westdeutschen Kaufhaus-Ketten Karstadt, Kaufhof und Hertie übernommen. In Magdeburg übernahm Karstadt im Jahr 1991.