Magdeburg l Die Faszination der Magdeburger für das Mittelalter scheint ungebrochen. Wie in den Vorjahren nutzten viele Besucher das Kaiser-Otto-Fest am 31. August und 1. September, um sich passend zu gewanden, teils trotz brütender Hitze, die so manchem Festbesucher am Wochenende zu schaffen machte. Vor allem für die Schausteller, die sich in Rittertracht präsentierten und in den warmen Kostümen sogar Kämpfe ausfochten, waren die Temperaturen mehr als schweißtreibend.

 „Es war für alle eine Tortur“, sagte auch Torsten Fraß als Geschäftsführer des organisierenden Unternehmens gestern auf Nachfrage. Zu Schaden gekommen sei zum Glück niemand, erklärte er. Einige Besucher hatten jedoch mit dem Wetter und der Hitze zu kämpfen, so dass die Helfer des Deutschen Roten Kreuzes „gut zu tun hatten“, wie Fraß weiter erklärte. „Das Wetter hat uns sicherlich auch den einen oder anderen Besucher gekostet“, vermutete er. Das sei aber nachvollziehbar.

Kostüme gab es auch vor Ort

Am Sonnabend wurde es dafür in den Abendstunden umso schöner. Die milden Temperaturen lockten zahlreiche Besucher noch einmal auf das Festgelände. An vielen Ständen präsentierten Händler altes Handwerk und selbst gefertigte Produkte, die die Besucher auch erwerben konnten. Und wer noch kein Kostüm hatte, konnte sich vor Ort eines zusammenstellen – vom Blumenkranz bis zum mittelalterlich anmutenden Umhang war einiges zu bekommen. Und auch Gaukler bevölkerten das Festgelände und sorgten für Unterhaltung.

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Fraß freut sich darüber, dass sich durch das Kaiser-Otto-Fest auch kleine Initiativen und Vereine gründen, die sich beteiligen, indem sie zum Beispiel ihr Lager vor Ort aufstellen. „Und sie sind natürlich auch Multiplikatoren“, erzählte er. Außerdem sind sie zur Stelle, wenn mal eine helfende Hand gebraucht wird.

Im Jahr 2020 gibt es die zehnte Auflage des Kaiser-Otto-Festes. „Da müssen wir mal gucken, was wir uns dann Besonderes einfallen lassen“, sagte Fraß. Konkrete Pläne gebe es noch nicht.