Der Preis und seine Träger

Der Preis: Der Kaiser-Otto-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg wird alle zwei Jahre an international bedeutende Persönlichkeiten oder juristische Personen verliehen, die sich in besonderer Weise um die europäische Verständigung verdient gemacht haben. Die Preisträger erhalten eine repräsentative Urkunde und eine Bronzemedaille. Die Medaille zeigt auf der Vorderseite das Relief des Geehrten, die Rückseite trägt die Inschrift „Kaiser-Otto-Preis der Stadt Magdeburg“. Gestaltet wird sie vom Halleschen Bildhauer Prof. Bernd Göbel. Der Kaiser-Otto-Preis ist nicht dotiert.

Preisträger: Die erste Verleihung fand im Jahr des 1200-jährigen Stadtgeburtstags 2005 an den Bundespräsidenten a. D., Dr. Richard von Weizsäcker, statt.

Weitere Preisträger:

2007 Vaira Vike-Freiberga, Staatspräsidentin der Republik Lettland

2009 Wladyslaw Bartoszewski, Außenminister der Republik Polen

2011 Angela Merkel, Bundeskanzlerin

2013 Egon Bahr, Ex-Bundesminister

2015 Mit der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, OSZE, wird erstmals eine europäische Institution mit dem wichtigsten Preis der Landeshauptstadt Magdeburg gewürdigt.

2017 Federica Mogherini , damalige EU-Außenbeauftragte.

Preiskomitee: Die Entscheidung über den Preisträger trifft ein Preiskomitee der Kulturstiftung Kaiser Otto, getragen von der Landeshaupstadt und der Stadtsparkasse. Zum Preiskomitee gehören unter anderen OB Lutz Trümper, Alt-OB Willi Polte, Staatsminister Rainer Robra, Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch, Unirektor Jens Strackeljan, Hochschulerektorin Anne Lequy, Prof. Dr. Gertrud Pickhan, Osteuropainstitut der Freien Universität Berlin, Prof. Dr. Heiner Lück, Uni Halle.

Magdeburg l Die Verleihung des wichtigsten Kulturpreises der Landeshauptstadt fand am Mittwoch, 14. Oktober 2020, unter ganz besonderen Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen im Magdeburger Dom statt. In gebührendem Abstand und mit Masken saßen die Ehrengäste der Verleihung im Dom. Eigentlich hatte die Verleihung im Mai 2020 stattfinden sollen, doch die geltenden Corona-Beschränkungen hatten das verhindert.

Dennoch war die Veranstaltung nicht minder würdig. Und in ihrem Mittelpunkt: Klaus Iohannis. „Mit der Verleihung des Kaiser-Otto-Preises an den rumänischen Staatspräsidenten Klaus Iohannis würdigen das Preiskomitee der Kulturstiftung Kaiser Otto und die Landeshauptstadt Magdeburg einen überzeugten Europäer, der in Zeiten schwieriger Rahmenbedingungen engagiert für den Zusammenhalt und die weitere Entwicklung der europäischen Gemeinschaft steht und wichtige Impulse setzt“, sagte Oberbürgermeister Lutz Trümper. Iohannis habe sich mit seinem politischen und persönlichen Engagement in herausragender Weise dafür eingesetzt, dass sich Europa nicht nur als Wirtschaftsraum, sondern auch als Raum des Zusammenlebens von Menschen unterschiedlichster Kulturen verstehe.

Außenminister Maas hält Laudatio

Bundesaußenminister Heiko Maas würdigte in seiner Laudatio Iohannis als einen Mann mit einem „klaren Bekenntnis zu Europa, zu Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und zu den Werten, die uns Europäer einen“. Iohannis sei ein "großer Europäer und enger Freund unseres Landes".

Bilder

Iohannis zeigte sich von der Auszeichnung geehrt. „Es ist eine sehr wichtige Anerkennung auch meiner Politik, aber vor allem der rumänischen Politik im europäischen Umfeld. Ich bin überzeugt, dass die rumänische Einstellung zu Europa – wir sind überzeugte Pro-Europäer – wesentlich mit dazu beigetragen hat, dass dieser Preis mir zugesprochen wurde. Für mich ist dieser Preis eine Ermutigung, ein Ansporn, so wie bisher in Richtung europäische Integration weiterzumachen. Ich bleibe dabei, ich bin überzeugter Europäer und ich trete für Rumänien, für ein starkes Europa ein“, so Iohannis. Er sicherte im Jahr der deutschen EU-Ratspräsidentschaft sein persönliches Engagement und das Rumäniens für Europa, für Demokratie und die gemeinsamen Werte zu.