Magdeburg l Auf Rechnungen von den Städtischen Werken Magdeburg müssen sich Grundstückseigentümer im Bereich der Schönebecker Straße zwischen Elb- und Mittelstraße einstellen. Denn in diesem Bereich wollen die Städtischen Werke Magdeburg einen Mischwasserkanal aus dem Jahr 1910 erneuern.

Kosten werden umgelegt

Wie Cornelia Kolberg als Pressesprecherin der Städtischen Werke mitteilte, werden jedoch nur die Kosten für eine komplette Erneuerung eines Anschlusskanals umgelegt. Die Kosten für punktuelle Reparaturen an Anschlusskanälen werden durch die Abwassergesellschaft Magdeburg mbH (AGM) finanziert. Und auch die Sanierung das Hauptkanals finanziert die AGM. Die Kunden wurden und werden dementsprechend angeschrieben und informiert.

Wie hoch die Kosten für die Eigentümer sein werden, wüssten die Städtischen Werke erst nach Abschluss aller Inspektionen, so Kolberg. Allerdings wurde die ersten Bescheide bereits verschickt. Während der jüngsten Sitzung der Gemeinwesenarbeitsgruppe in Buckau war die Rede von Kosten für die Eigentümer in Höhe von 7000  bis 12.000  Euro. Grundlage für die Beteiligung der Grundstückseigentümer sind die Abwasserentsorgungsbedingungen der AGM.

Magdeburger befürchten Verkehrschaos

Die Sorge der Buckauer ist aber nicht nur finanzieller Natur. In dem baustellengeplagten Magdeburger Stadtteil bestehen Befürchtungen, dass mit der Sanierung eine weitere Straße aufgerissen und gesperrt wird. Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich im Juli oder August 2019 beginnen, informierte Kolberg. Die Bauarbeiten für die Sanierung des Kanals würden etwa vier Wochen dauern. Der Zeitaufwand für die Reperatur der Hausanschlüsse könne noch nicht abgeschätzt werden.

Der Kanal an sich werde im geschlossenen Verfahren saniert, das heißt, dass die Straße dafür nicht aufgerissen werden müsse. Bei den Arbeiten an den Anschlusskanälen könne es je nach Aufwand zu punktuellen Sperrungen kommen.

Städtische Werke nutzen Sperrschatten

Aufgrund der großräumigen Umleitung durch die MVB-Maßnahme in der Schönebecker Straße und des damit verbundenen geringen Verkehrsflusses „erscheint der Bau im Sperrschatten der MVB in diesem Jahr sinnvoll“, erklärte Kolberg, warum dieser Zeitpunkt gewählt worden war. Und durch die Sanierung seien nur kurzzeitige Beeinträchtigungen des Straßenverkehrs notwendig.

Die Sanierung des Kanales kostet die AGM voraussichtlich circa 410.000  Euro. „Die Gesamtkosten für die Reparatur und Erneuerung der Hausanschlusskanäle können wir erst nach Abschluss der Baumaßnahme beziffern“, informierte die Pressesprecherin.