Magdeburg l Um der anhaltenden Knappheit bei der Zahl der Kitaplätze in Magdeburg Herr zu werden, werden nicht nur neue Kindergärten gebaut, sondern auch bestehende Einrichtungen erweitert. Dazu gehören die Kitas „Sonnenblume“ und „Regenbogen“ in der Max-Otten-Straße sowie die „Beimskinder“ in der Walbecker Straße. Für diese drei Einrichtungen liegt jetzt die Vorplanung für die Anbauten vor.

In der Kita der Johanniter Unfallhilfe e. V. in der Beimssiedlung sollen durch die Erweiterung 23 zusätzliche Plätze für Kinder unter drei Jahren entstehen. Dafür sollen zwei Gruppenräume mit einer Fläche von insgesamt circa 82  Quadratmetern und zusätzlich ein Schlafraum geschaffen werden. Zum Gruppenbereich gehören weiterhin ein Sanitär- und Garderobenraum. Die Räume werden für die Nutzung als Krippe entsprechend ausgestattet.

Umbauten in Kita geplant

Auch im 1970 errichteten Altbau sind einige Umbaumaßnahmen vorgesehen. So sollen in der bestehenden Küche das Leitungsbüro eingerichtet und ein Sanitärbereich zu einem Durchgang umgestaltet werden. Eine moderne Küche wird stattdessen im Gebäudeanbau eingerichtet.

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Ein behindertengerechter Umbau ist im Rahmen der geplanten Investition nicht vorgesehen, wie die Stadtverwaltung Magdeburg erklärt. Im Bestandsgebäude gebe es aber einen entsprechenden Sanitärbereich für Besucher, der bei der Umsetzung des Bauvorhabens saniert wird.

Stadt Magdeburg zahlt 1,25 Millionen Euro

Vorläufig betragen die Kosten für den Anbau circa 1,25  Millionen Euro. Während die Baumaßnahme als solche von den Johannitern durchgeführt wird, zahlt die Rechnung die Stadt Magdeburg. Das Gebäude gehört seit 2005 zu den Johannitern und steht unter Denkmalschutz. Ein Ausweichquartier ist während der Bauphase nicht notwendig.

In der 1969 errichteten Doppelkita in der Innenstadt von Magdeburg in Trägerschaft des Internationalen Bunds (IB) sollen durch die Erweiterung ebenfalls 23  neue Krippenplätze entstehen. Auch hier plant der Träger und lässt bauen, die Stadt Magdeburg zahlt die anfallenden Kosten. Diese belaufen sich derzeit auf gut eine Million Euro.

Krippe bekommt zwei Gruppenräume

Auch an der Max-Otten-Straße sollen zwei zusätzliche Gruppenräume die Kapazität erhöhen. Geplant sind weiterhin ein Schlafraum, eine Garderobe sowie ein Sanitärbereich für die Krippenkinder mit Toiletten, Waschbecken, und Windelspüle.

Weil die Kita „Regenbogen“ eine integrative Einrichtung ist, sind ein Sanitärbereich für behinderte Kinder und ein WC-Raum für behinderte Erwachsene sowie der barrierefreie Zugang zur Einrichtung bereits vorhanden.

Mehrzweckraum geplant

Der Träger plant zudem im Gebäudeanbau einen Mehrzweckraum mit einer Fläche von 67 Quadratmetern. Hier gibt es seitens der Stadtverwaltung aber noch Redebedarf.

Der Eigenbetrieb Kommunales Gebäudemanagement ist der Meinung, dass der im Altbau vorhandene Raum mit 90 Quadratmetern völlig ausreichend sei. Dies sei nochmals zu prüfen, heißt es in der Vorlage für die Stadträte. Auch dass die Haustechnik in einem Keller unter dem Anbau untergebracht werden soll, wird als problematisch bzw. teuer eingeschätzt. „Bei Erdarbeiten könnten möglicherweise noch alte Kellerbereiche vorgefunden werden“, heißt es.

Neue Krippenplätze ab 2020

Diese Probleme sollen im Rahmen der sogenannten EW-Bau gelöst werden, die die Träger nach der Bestätigung der Vorplanung erarbeiten lassen können. Der Bauausschuss soll diese auf seiner Sitzung am 19.  April 2018 beschließen. Die Gelder für die beiden Baumaßnahmen sollen dann in den Haushalt 2019 eingestellt werden. 2020 sollen die Plätze dann voraussichtlich belegt werden können.

Zum 2017 beschlossenen Erweiterungspaket gehören zudem 24 zusätzliche Krippenplätze in der Awo-Kita „Buckauer Spatzen“.