Magdeburg l Die Grippe- und Erkältungswelle 2018 hat den Magdeburgern gesundheitlich kräftig zu schaffen gemacht – und sie zugleich in der Krankenstatistik nach hinten verschoben.

Die Erwerbstätigen in Magdeburg hatten sich 2018 durchschnittlich 20,7 Tage arbeitsunfähig gemeldet. Sie waren deutlich häufiger krank als die meisten anderen Bundesbürger. Das geht aus dem Barmer-Gesundheitsreport 2019 hervor.

Bundesbürger im Schnitt 18,3 Tage krank

Der bundesweite Schnitt lag nach Angaben der Kasse bei 18,3 Arbeitsunfähigkeitstagen. „Die Zahl der Ausfalltage nimmt hier leider seit Jahren zu“, sagte Barmer-Regionalgeschäftsführer Marco Reising. Im Vorjahr waren es noch 19,9 Tage.

Magdeburg ist nun an Halle vorbeigezogen. An der Saale lag die Zahl der Fehltage mit 20,5 nur leicht, aber eben unter der Magdeburger Durchschnittszahl. Dessau lag bei 22 Fehltagen. Die meisten Ausfälle gab es im Mansfelder Land mit 25 Tagen. Grundsätzlich gilt außerdem: In allen Landkreisen fielen die Menschen länger aus als im Vorjahr. Hauptgrund sei der deutliche Anstieg der Grippe- und Erkältungswelle zu Beginn des Jahres 2018 gewesen, sagte Reising weiter.

Mehr psychische Störungen

Das spiegelt sich nach Angaben der Kasse auch in den Zahlen wider: Die Menschen in Dessau-Roßlau mussten allein 4,2 Tage wegen Erkrankungen des Atmungssystems zu Hause bleiben. Das ist der dritthöchste Wert bundesweit. Bei den Magdeburgern waren es 3,9 Tage. Bei Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems lagen die Magdeburger sechs Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Bei Verletzungen und Vergiftungen kamen in Magdeburg 2,3 AU-Tage zusammen. Zugenommen haben die psychischen Störungen. 2018 fielen die Menschen in Magdeburg diesbezüglich 3,6 Tage aus (2017: 3,5 Tage).

Für den Gesundheitsreport 2019 wurden die Daten von mehr als zehn Prozent der Beschäftigten analysiert. Für Magdeburg hatte die Barmer Daten von 14.000 Erwerbstätigen ausgewertet.