Magdeburg l Unsanft sind die Bewohner der Schönebecker Straße in Magdeburg am Freitagmorgen aus dem Schlaf gerissen worden. Um 3.37 Uhr hatte es einen Knall gegeben.

In einer Bank hatten Unbekannte mit einem selbstgebauten Sprengsatz einen Automaten zerstört. An das Geld kamen die Täter jedoch nicht. Allerdings wurde ein zweiter Automat durch die Wucht der Explosion ebenfalls stark beschädigt.

Polizei fahndet nach drei Tätern

Die Polizei geht momentan von drei Tätern aus. Diese sollen mit einem weißen Auto - vermutlich ein VW Golf - mit Magdeburger Kennzeichen stadtauswärts über die Schönebecker Straße geflüchtet sein. Ob das Auto gestohlen wurde, ist nicht klar. Derzeit geht die Polizei jedoch nicht davon aus, da es noch nicht gefunden wurde. In den meisten anderen Fällen lassen Täter gestohlene Wagen nach ihrer Tat irgendwo zurück.

Durch die Explosion kam es zu einem Brand, den die Feuerwehr schnell löschte. Die Polizei fahndete unter anderem etwa eine Stunde mit einem Hubschrauber nach den Tätern. Bislang jedoch ohne Erfolg.

Explosion ohne Gas und Pyrotechnik

Die Explosion wurde nicht - wie beispielsweise oft bei der Sprengung von Fahrkartenautomaten - mit Gas herbeigeführt. Auch seien keine Rest von Pyrotechnik wie von Pollenböllern entdeckt worden, erklärte ein Polizeisprecher auf Volksstimme-Nachfrage.

Personen, die Hinweise zu den Tätern oder sonstige sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0391/546-5196 bei der Kripo zu melden.

Weitere Schäden

Schäden gibt es offenbar auch im Geschäft neben der Bankfiliale. Beim Antiquitätenhändler sind Waren zu Bruch gegangen.

Die zerstörte Bankfiliale befindet sich in einem Wohnhaus. Erst am 10. Oktober 2019 war im wenige Kilometer entfernten Stadtteil Sudenburg ebenfalls versucht worden, einen Geldautomaten zu sprengen.