Magdeburg l Am Dienstagmorgen haben 39 Beamte der Bundespolizei im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Magdeburg vier Wohnungen von bekannten Fußballhooligans durchsucht. Das teilte die Bundespolizei mit. Hintergrund des Verfahrens sind Übergriffe durch ca. 70 vermummte Anhänger des 1. FC Magdeburg am 24. Januar gegen ca. 30 Fans des Halleschen FC (HFC) auf dem Hauptbahnhof Dessau. Bei den Übergriffen wurden damals zwei HFC-Fans schwer verletzt, wobei einer der Verletzten erst 15 Jahre alt war. Zudem wurde auch ein Bundespolizist getreten und geschlagen. Der 55-jährige Beamte ist bis heute dienstunfähig.

Durch die Auswertung von Videomaterial konnten die vier Beschuldigten ermittelt werden. Es handelt sich laut Bundespolizei um einen 26-jährigen Mann aus Zerbst, einen 16-jährigen Jugendlichen aus Barleben, einen 24- und einen 25-jährigen Mann aus Magdeburg.

"Ziel der Durchsuchungen war es, Beweismittel  aufzufinden, um eine genaue Zuordnung der Taten zu den jeweiligen Tätern beweiskräftig zu unterlegen", heißt es in der Mitteilung der Bundespolizei. Da zwei der Beschuldigten bereits durch ein hohes Gewaltpotential polizeilich in Erscheinung getreten seien, wurden die Bundespolizisten der Bundespolizeiinspektion Magdeburg durch Spezialkräfte unterstützt. Bei den Durchsuchungen wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, darunter eine Vielzahl von Speichermedien und Mobiltelefonen. Zudem wurden in den Objekten verbotene Pyrotechnik, verbotene Messer, eine Schreckschusspistole, Sprayerutensilien und Drogen aufgefunden. Weitere Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, gegen das Waffengesetz und gegen das Sprengstoffgesetz werden eingeleitet.

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