Magdeburg l Magdeburgs OberbürgermeisterLutz Trümper hat die städtischen Kultureinrichtungen angewiesen, sämtliche Gäste ihrer Veranstaltungen namentlich zu erfassen. Auch die Adressen sollen ab sofort hinterlegt werden. Hintergrund ist eine bessere Ermittlung von Kontaktpersonen, sollten Besucher an "Covid-19" erkranken. Darüber hat die Stadtverwaltung am Donnerstag, 11. März 2020, informiert.

Trümper betonte laut Pressemitteilung die Eigenverantwortung jeder und jedes Einzelnen: "Wir wissen zum jetzigen Zeitpunkt nicht, wie schnell und wie stark sich das ‚Corona‘-Virus beziehungsweise der gefährliche Ableger ‚Corona SARS-CoV-2‘ ausbreiten wird. Alles, was uns hilft, die Verbreitung einzudämmen beziehungsweise zu verlangsamen, sollte unternommen werden. Solange keine personalisierten Tickets für Theateraufführungen, Lesungen, Konzerte oder ähnliches verkauft werden, müssen sich die Veranstalter mit Fragebögen behelfen."

Fragebogen ist zwingend vorgeschrieben

Ein solcher Fragebogen gehört zu den Auflagen, die das Gesundheits- und Veterinäramt inzwischen für mehrere Veranstaltungen Dritter in Magdeburg zwingend vorschreibt. Laut Dr Trümper sollen sämtliche kommunale Einrichtungen wie das Theater Magdeburg, das Puppentheater, die Stadtbibliothek sowie sämtliche Veranstaltungsorte der am 13. März 2020 beginnenden 25. Telemann-Festtage die Daten ihrer Besucher erfassen. Laut Gesundheits- und Veterinäramt Magdeburg müssen die Teilnehmenden schriftlich bestätigen, dass sie nicht aus einem Risikogebiet eingereist sind, dass sie keinen Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten, dass derzeit keine Erkältungskrankheit mit Fieber vorliegt, so die Stadtverwaltung..

Des Weiteren müssen die Teilnehmenden ihren Namen, Anschrift, Telefonnummer(n) sowie ihr Geburtsdatum hinterlegen. Diese Erklärungen werden nur dann benötigt und dem Gesundheits- und Veterinäramt zur Kenntnis gegeben, wenn sich im Rahmen der Veranstaltung herausstellt, dass es einen positiv getesteten "Covid-19"-Fall gibt, erklärte die Stadtverwaltung.