Sekundarschüler Magdeburg

Letzter Schultag wird zum Großeinsatz für Rettungskräfte

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Magdeburg l Sonniges Wetter, hohe Temperaturen und Hunderte Sekundarschüler, die heute ihren letzten Schultag im Magdeburger Stadtpark feiern werden. Ordnungsamt, Polizei und Rettungskräfte stellen sich für heute auf einen Großeinsatz ein.

Für das Magdeburger Ordnungsamt beginnt der Einsatz heute schon in den frühen Mittagsstunden. Die Mitarbeiter wollen beispielsweise gezielt Alkoholkontrollen durchführen. Grund: In der Vergangenheit war es wiederholt zu massivem Alkoholmissbrauch durch Minderjährige gekommen.

Bereits seit 2008 führt das Ordnungsamt diese gemeinsamen Kontrollen mit der Polizei durch. Auch Rettungsdienst und Streetworker unterstützen im präventiven Bereich.

"Wir rechnen mit 420 Abgangsschülern aus Magdeburg, dazu mit einer unbekannten Anzahl von Sekundarschülern aus Umlandgemeinden und sonstigen Anwesenden", sagt Stadtsprecherin Kerstin Kinszorra.

Erst Ende April war die Abschlussfeier der Abiturienten im Stadtpark eskaliert (Volksstimme berichtete). 1600 Schüler und Jugendliche feierten damals eine riesige Fete. Neben zahlreichen Einsätzen wegen Alkoholmissbrauchs, mussten die Rettungskräfte auch einen 19-Jährigen versorgen, der bei einer Messerstecherei verletzt worden war. Weil die feiernden Mädchen und Jungen den Notruf der Stadt strapaziert hatten, wurde die Schnelleinsatzgruppe (SEG) des Katastrophenschutzes der Landeshauptstadt alarmiert. Die SEG stellte im Park ein Behandlungszelt auf, wo Dutzende Jugendliche verarztet wurden.

Auch dieses Mal ist der Katastrophenschutz in erhöhter Alarmbereitschaft. "Alle verfügbaren Kräfte wurden bereits vorab informiert", sagt ein Sprecher der Volksstimme. Ob die Retter auch dieses Mal zum Einsatz kommen, entscheidet die Einsatzleitstelle.

Auch die Polizei ist den ganzen Tag verstärkt mit Kräften vor Ort. "Wir sind auch mit Konfliktmanagern vor Ort", berichtet Polizeisprecherin Beatrix Mertens. Beim Einsatz Ende April wurden die Polizisten beleidigt, eine Beamtin sogar leicht verletzt. "In den vergangenen Jahren kam es auch immer wieder zu Körperverletzungen, Eigentumsdelikten und Sachbeschädigungen", so Mertens weiter.

Nach der Abiturienten-Feier Ende April gab es viele Beschwerden über einen völlig zugemüllten Stadtpark. Beseitigt wurden die Abfälle durch den Stadtgartenbetrieb. Im Rathaus wird derzeit über Konzepte nachgedacht, wie man derartige Trink- und Schmutzorgien im kommenden Jahr verhindern kann. "Konkrete Festlegungen wurden aber noch nicht getroffen", sagt Sprecherin Kinszorra.