Gesundheit

Magdeburgs Impfzentrum reagiert auf angekündigte Hitzewelle

Angesichts der vorhergesagten Hitzewelle wird im Impfzentrum Magdeburg eine sonnengeschützte Wartefläche eingerichtet. Impfwillige müssen nun nicht mehr am Einlass ausharren, sondern können in der Messehalle 2 auf ihre Impfung warten.

Damit niemand wie hier in der prallen Sonne auf seine Impfung warten muss, ist ab heute eine Wartefläche in der Messehalle 2 eingerichtet.
Damit niemand wie hier in der prallen Sonne auf seine Impfung warten muss, ist ab heute eine Wartefläche in der Messehalle 2 eingerichtet. Archivfoto: Rieß

Magdeburg - Von Karolin Aertel

Angesichts der vorhergesagten hochsommerlichen Temperaturen von 30 Grad Celsius und mehr wird im Impfzentrum an der Tessenowstraße eine Wartefläche eingerichtet. Damit die Impfwilligen nicht der gleißenden Sonne ausgesetzt sind, dient die Messehalle 2 ab heute als geschützter Aufenthaltsort. Wie die Stadtsprecherin Kerstin Kinszorra mitteilt, stehen genügend Sitzplätze zur Verfügung. Zudem könne flexibel aufgestockt werden.

Der eingesetzte Sicherheitsdienst koordiniere die Wartenden und lenke sie dann direkt zur Anmeldung in die Messehalle 3. Das Warten vor dem Einlass entfällt daher.

Dennoch appelliert der Impfstab erneut, dass die Impfwilligen nicht zu früh zu ihrem Termin erscheinen. Zwar werde niemand, der zu früh oder spät am Impfzentrum eintrifft, weggeschickt, dennoch hindere es an einem reibungslosen Ablauf.

Fünf bis zehn Minuten vor dem gebuchten Termin am Impfzentrum zu erscheinen, sei völlig ausreichend. „Es ist nicht erforderlich, eine halbe oder gar ganze Stunde vor dem Termin anzustehen. Das erhöht die Wartezeit aller Beteiligten unnötig.“

Mitarbeiter empfehlen, Getränke mitzubringen

Mit Blick auf die sommerlichen Temperaturen empfehlen die Mitarbeitenden des Impfzentrums zudem, dass sich die Wartenden Wasser, kalten Tee oder Ähnliches mitbringen.

Insgesamt 4790 Impftermine für eine Erstimpfung gegen das Coronavirus bietet die Stadt Magdeburg seit Montag an. Bereits ab Freitag konnten hierfür Termine gebucht werden und waren schnell vergeben. Hauptsächlich werden die mRNA-Vakzine Biontech/Pfizer und Moderna verwendet. Heute wird zudem der Impfstoff von Johnson&Johnson, bei dem nur eine Impfung notwendig ist, verabreicht. Diesen bekommen jedoch nur Menschen über 60 Jahre.

Das Impfzentrum gibt seit vergangenen Freitag zudem allen Menschen, die vor Ort zweitgeimpft werden, den QR-Code für den digitalen Impfpass mit. Das digitale Zertifikat in Verbindung mit einem gültigen Lichtbildausweis dient als Nachweis der Komplettimpfung gegen das Coronavirus und kann wie der gelbe Impfausweis verwendet werden. Auch Apotheken stellen seit Montag die digitalen Impfzertifikate für die Menschen aus, die außerhalb eines Impfzentrums bereits vollständig gegen das Coronavirus geimpft worden sind.

Welche Apotheken den kostenfreien Service anbieten, ist unter anderem online unter "mein Apothekenmanager" in Erfahrung zu bringen. Um das Zertifikat zu erhalten, müssten die Geimpften ihren Personal- und Impfausweis vorlegen. Die Apotheken erfassen Namen, Geburtsdatum sowie Impfstoff und übermittelten die Daten dem Robert Koch-Institut. Dort werde das digitale Impfzertifikat in Form eines QR-Codes generiert.