Magdeburg l Für Magdeburg als Einzelhandelsmetropole wird erneut im großen Stil die Werbetrommel gerührt. Grund dafür ist zum einen die zurzeit nicht ganz einfache Erreichbarkeit der City. Der Tunnelbau versperrt eine wichtige „Einflugschneise“ in die Innenstadt, dazu kommen immer mal wieder Baustellen auf den restlichen Zufahrtsstraßen.

Und zum anderen kostet der immer mehr um sich greifende Onlinehandel den Einzelhändlern Kundschaft. „Für den Einzelhandel ist es vor allem wichtig, unter einer gemeinsamen Dachmarke zu agieren. Und wir müssen gezielt etwas gegen den Kundenverlust vor allem durch die Baustellen tun“, begrüßte IG-Innenstadt-Sprecher Arno Frommhagen die Kampagne.

Verkaufsoffener Sonntag in Magdeburg

Die ersten großen Aufhänger der Werbeaktion sind ein verkaufsoffener Sonntag am 1. Oktober 2017 und der kommende Weihnachtsmarkt. Kernpunkte der Kampagne werden Werbung auf großflächigen Plakaten, im Radio, in sozialen Medien (Facebook, Twitter, Instagram) sowie aktuelle Informationen zum Weihnachtseinkauf im Internet über das Portal www.einkaufen-in-magdeburg.de sein.

Auf diese Weise soll Kundschaft aus der Region und dem östlichen Niedersachsen angelockt werden. Aktuelle Informationen über verschiedene Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten in der Innenstadt und den Stadtteilzentren bietet das Onlineportal, das im Zuge der Kampagne um diverse Serviceangebote und Suchfunktionen erweitert wird.

Magdeburg unterstützt Kampagne

Die Stadt Magdeburg unterstützt die Marketingkampagne der IG Innenstadt und das Onlineportal mit insgesamt 105.000 Euro.

Das gemeinsame Ziel sei die Stärkung des Einzelhandels in Magdeburg, so OB Lutz Trümper beim Start der Kampagne vor dem Alten Rathaus. Und insbesondere zur Weihnachtszeit sei Magdeburg ein attraktives Einkaufs- und Erlebnisziel.

Magdeburger Handel stärken

Die jetzt gestartete Marketing-Kampagne gehört mit zu einem Maßnahmenkatalog zur Stärkung des Handels in Magdeburg und seinen Stadtteilen. Der Plan enthalte Themen wie ein neues Gestaltungskonzept für Wochenmärkte, eine einheitliche Stadtmöblierung und ein gesamtstädtisches Beleuchtungskonzept.

Der Maßnahmenplan setze aber auch auf die Steigerung der Aufenthaltsqualität durch die Schaffung kultureller Highlights, die nicht nur Kunden und Touristen anziehen, sondern auch die Kulturhauptstadtbewerbung vorantreiben sollen, so Wirtschaftsbeigeordneter Rainer Nitsche.

Der Plan wurde unter Federführung des Wirtschaftsdezernats in drei Arbeitsgruppen aus Fachleuten erarbeitet. In seiner Dezember-Sitzung wird der Stadtrat Magdeburg darüber diskutieren.