Magdeburg l Das Wasser des Barleber Sees in Magdeburg ist nun wieder klar, jetzt kann es daran gehen, das Umfeld des Naherholungszentrums aufzupeppen. Geplant ist dies schon eine ganze Weile. Bereits im Jahr 2018 lagen Entwürfe für die millionenschwere Frischzellenkur des Naherholungsgebietes vor. Doch das Projekt lag zunächst auf Eis, weil die Bekämpfung der Blaualgenplage oberste Priorität hatte. Nun nimmt die Stadt den erneuten Anlauf.

Das Investitionsvolumen beträgt 5,151 Millionen Euro. Zu je einem Drittel teilen sich Bund, Land und die Landeshauptstadt die Kosten. Landesbauminister Thomas Webel (CDU) bringt am 19. Dezember 2019 den dicken Fördermittelbescheid in Höhe von 3,434 Millionen Euro für die Neugestaltung ins Magdeburger Rathaus. Aus dem Fördermitteltopf des Bund-Länder-Programms „Zukunft Stadtgrün“ wird das Projekt bezuschusst.

Planungssicherheit dank Förderung

Mit dem Geld hat Magdeburg nun Planungssicherheit. Auf Nachfrage der Redaktion, wie sich die Stadt die Umgestaltung vorstelle, gab es nur eine knappe Aussage aus dem Rathaus. Sprecher Michael Reif erklärte schriftlich: „Die Verwaltung erarbeitet zum Naherholungszentrum Barleber See aktuell eine Beschlussvorlage für den Stadtrat, die sogenannte Entwurfsunterlage Bau (EW Bau). Über die darin vorgesehenen Inhalte und die Abweichungen gegenüber der (...) Vorstudie sind heute noch keine Auskünfte möglich.“

Nach Informationen der Redaktion sind der Abriss und Neubau von insgesamt neun Gebäuden vorgesehen. So sollen das Wirtschaftsgebäude, die beiden Kassenhäuschen, zwei WC-Anlagen, die beiden Rettungstürme sowie ein Restaurant/Gastronomie und ein Container für die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) neu errichtet werden. Weiterhin geplant sind unter anderem die Erneuerung der Außenanlagen, eine Wasserrutsche sowie eine Matschstrecke, Wipptiere, Outdoor-Fitnessgeräte, neue Bänke und Wege sowie Aufstellflächen für mobile Gastronomie und umfangreiche Bepflanzungen.

Geld für Abriss von Wohnhäusern

Neben dem dicken Förderbescheid für den Barleber See hat Minister Webel heute noch weitere Bescheide aus insgesamt sechs Förderprogrammen mit im Gepäck. So gibt es unter anderem rund eine Million Euro für die Sanierung des Kutscherhauses und etwa 920.000 Euro für den Rückbau von mehr als 200 dauerhaft leerstehenden Wohnungen in Neu-Olvenstedt und Sudenburg. Außerdem gibt es rund 1,5 Millionen Euro aus dem Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“.

Insgesamt profitiert die Landeshauptstadt von 12,2 Millionen Euro Fördermitteln.