Magdeburg l Ins Leben gerufen als einmaliges Projekt startete die Megedeborch im Jahr 1996 im Innenhof des Kulturhistorischen Museums Magdeburg. Seither zieht die kleine Mittelalterstadt mit mehreren Häusern aus echtem Fachwerk und Lehmwänden in den Sommermonaten jedes Jahrtausende Besucher an.

Wie schon in den Vorjahren ist auch Hartmut Ramme wieder mit dabei. Er wird den Bürgermeister der Stadt spielen, wenn die Teilnehmer der Projekttage und -wochen im Jahr 2018 in das 14. Jahrhundert reisen. Unter dem Motto „Megedeborch – Zwischen Bischofsmord und Münzaufstand“ geht es für Helfer und Schüler durch den Zeittunnel direkt zurück in die Vergangenheit des Spätmittelalters.

Smartphone wird gegen Kutten getauscht

Damit die Zeitreise perfekt ist, legen die Besucher im Zeittunnel alle irdischen Gegenstände ab und bekommen zeitgemäße Kleidung. Im Tausch gegen Smartphone und Kopfhörer gibt es an diesem Tag einfache Kutten und Gewänder. Und von denen müssen einige vor dem Start in die neue Projektsaison am 13. Mai 2018 ersetzt werden. Denn mitunter stammen die Gewandungen noch aus dem ersten Megedeborch-Jahr – und das ist immerhin ganze 22 Jahre her.

Da kommt es den Megedeborch-Organisatoren gerade recht, dass die Mitglieder des Museumsvereins Magdeburg beschlossen haben, an ihrem Tag in der Vereinshütte auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt für das Projekt zu sammeln. Zu finden sind die Mitglieder des Vereins – passend zum Sammelanlass in mittelalterliche Gewandung gekleidet – am 14. Dezember auf dem Weihnachtsmarkt.

In der Zeit von 11 bis 22 Uhr können sich Interessierte über den Verein informieren oder einfach nur Glühwein und selbst gebackene Kekse gegen eine Spende für die Megedeborch genießen. „Wofür der Verein das Geld dann einsetzt, bleibt den Megedeborch-Organisatoren überlassen“, sagt Helmut Hörold, Vorsitzender des Magdeburger Museumsvereins.

Verständnis für die Vergangenheit

Ziel der Megedeborch ist es, kulturelles Verständnis rund um die Vergangenheit der Stadt Magdeburg zu vermitteln. „Die Kinder bestimmen, wie wir spielen“, sagt Mittelalterbürgermeister Hartmut Ramme.

Zuletzt hatte der Museumsverein Spenden für die Restauration der Mitrafragmente des Magdeburger Erzbischofs Dietrich von Portitz (geboren um 1300) gesammelt. Nach einmaliger Präsentation im November soll die restaurierte Mitra in Zukunft im Dommuseum Ottonianum gezeigt werden.

Die Anmeldung zur Megedeborch 2018 startet am 12. Februar 2018 um 7.30 Uhr im Kulturhistorischen Museum.