Magdeburg l Etwa 1100 Papierkörbe gibt es in der Stadt Magdeburg. Diese seien in den vergangenen Tagen jedoch häufig völlig überfüllt gewesen, beklagt ein Leser der Volksstimme, der sich über den Unrat ärgert, der sich daraufhin auch im Umfeld der Papierkörbe ablagerte. Vor allem in den Parks und Grünanlagen der Stadt sei ein höheres Müllaufkommen zu verzeichnen, bestätigt auch Stadt-Sprecherin Kerstin Kinszorra auf Volksstimme-Nachfrage.

Für die Papierkorbleerung ist zum einen der städtische Abfallwirtschaftsbetrieb (SAB) zuständig, zum anderen, in den Parks, der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe.

Im Zuständigkeitsbereich des SAB seien vor den Osterfeiertagen viele Papierkörbe im Stadtgebiet sowie im Stadtzentrum nur gering oder gar nicht gefüllt gewesen, so dass daraufhin ab Ende Märzdie Touren für die Leerung durch den Abfallwirtschaftsbetrieb zusammengelegt wurden. Der Fokus habe dann auf der Leerung der Behälter an den Hauptstraßen und den Haltestellen gelegen, erklärt Kinszorra weiter.

Papierkörbe wurden intensiv genutzt

Während der Osterfeiertage seien dagegen die Papierkörbe sehr intensiv genutzt worden. Die Leerung durch die Stadtreinigung sei am Karfreitag, Ostersonnabend und Ostersonntag ausschließlich für das Stadtzentrum erfolgt. Die Papierkörbe an den Elbtreppen seien an den Osterfeiertagen ebenfalls geleert worden.

Aufgrund eines Hinweises vom Ordnungsamt seien zudem zusätzlich am Nicolaiplatz eine Leerung der Behälter sowie die Reinigung des Platzes vorgenommen worden.

Seit Dienstag dieser Woche würden die Papierkörbe wieder regelmäßig geleert. Die Mitarbeiter folgen den planmäßigen Touren. „Es wurde festgestellt, dass mehrfach Papierkörbe mit Restabfall gefüllt waren“, erklärt Kinszorra weiter.

Zunehmendes Müllaufkommen

In allen öffentlichen Parks, Grünanlagen und sonstigen Grünflächen der Landeshauptstadt Magdeburg, die durch den Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg bewirtschaftet werden, sei derzeit grundsätzlich ein zunehmendes Müllaufkommen festzustellen, so Kinszorra.

Angesichts des schönen Wetters und der Beschränkungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie zieht es viele Magdeburger in die Parks und Grünanlagen der Stadt. Regelmäßig herrscht etwa im Stadtpark reger Betrieb von Joggern, Spaziergängern, Radfahrern und anderen, die sich dort erholen wollen.

Um die Leerung der Abfallbehälter bedarfsgerecht durchzuführen, seien die Leerungsintervalle entsprechend verkürzt worden, so Kinszorra. Dies bedinge aber einen erhöhten Arbeitsaufwand seitens des Eigenbetriebes Stadtgarten und Friedhöfe. „In diesem Zusammenhang muss erwähnt werden, dass diverse unterstützende arbeitsfördernde Maßnahmen des Jobcenters momentan auf unbestimmte Zeit ausgesetzt sind“, sagt sie.

Besondere Problembereiche hinsichtlich erhöhten Müllaufkommens seien der Elberadweg, der Ulrichplatz, die Elbuferpromenade, der Willy-Brandt-Platz, der Nordabschnitt des Breiten Weges sowie der Geschwister-Scholl-Park.

Abfallwirtschaftsbetrieb hilft aus

Der Abfallwirtschaftsbetrieb werde diesbezüglich in der kommenden Woche unterstützend tätig werden, kündigt Kinszorra an.