Magdeburg l Magdeburg ist gerade wegen der Hyparschale eng verbunden mit dem Namen von Ulrich Müther. Das Müther-Archiv an der Hochschule Wismar hat den zehnten Todestag Ulrich Müthers zum Anlass genommen, eine Postkartenedition in limitierter Auflage von 100 Exemplaren herauszugeben.

Sie besteht aus sechs Fotografien von Marilen Körwien, die den heutigen Zustand der Magdeburger Halle zeigen – nicht zuletzt als Aufforderung, diesem Gebäude rasch die gebührende Aufmerksamkeit und notwendige Erneuerung zukommen zu lassen. Die Sonderedition kann zum Preis von fünf Euro beim Müther-Archiv an der Hochschule Wismar erworben werden.

Müthers Häuser unter Denkmalschutz

Am 21. August 2017 jährte sich der Todestag von Ulrich Müther zum zehnten Mal. Viele der bekannten Betonschalenkonstruktionen, die der Ingenieur in seiner mecklenburgischen Heimat und darüber hinaus geplant und gebaut hat, stehen mittlerweile unter Denkmalschutz, nicht wenige wurden sachgemäß restauriert und sind in Gebrauch.

„Manche seiner Bauten harren allerdings noch einer Revitalisierung, einige befinden sich aufgrund jahrelanger Vernachlässigung in einem schlechten Zustand. Manchen von ihnen droht gar der Abriss“, so der Leiter des Müther-Archivs, Prof. Matthias Ludwig, der an der Fakultät Gestaltung „Entwerfen – Architektursimulation“ in Wismar lehrt.

Hyparschale in Magdeburg wird saniert

Gefährdet ist die Hyparschale im Rotehornpark. „1969 erbaut, war sie nicht nur eines der modernsten Gebäude der Stadt, sie fügt ihr auch eine extravagante architektonische Facette hinzu“, weist Andreas Schätzke, der im Rahmen des Förderprojektes „Vernetzen – Erschließen – Forschung. Allianz für universitäre Sammlungen“ forscht, auf die besondere Wirkung des Bauwerkes hin. Inzwischen laufen aber Sicherungsarbeiten, und 2018 soll das Gebäude saniert werden. Schon seit Jahren steht Geld dazu bereit, der Beschluss der Stadt Magdeburg erfolgte aber erst 2017.

Entworfen unter der Leitung von Horst Freytag, verdankt doe Hyparschale in Magdeburg ihr markantes Äußeres vor allem dem Schalendach in Form von vier hyperbolischen Paraboloiden. Die Betonkonstruktion plante und errichtete Ulrich Müther mit seinem Unternehmen.

Seit April 2017 wird in Zusammenarbeit mit dem Baukunstarchiv der Akademie der Künste, Berlin, der Müther’sche Nachlass entwickelt. Das Archiv sitzt in der Philipp-Müller-Straße 14 in 23966 Wismar. Die Ansichtskarten können auf der Internetseite des Archivs bestellt werden.