Magdeburg l Zwischen dem Trägerverein des Steinzeitdorfes Randau in Magdeburg und dem Kulturhistorischen Museum der Landeshauptstadt wird es keinen Kooperationsvertrag zur vertiefenden Zusammenarbeit geben. Gemeinsam habe man nach intensiven Gesprächen beschlossen, dass auf einen Kooperationsvertrag verzichtet werden kann. Darüber hat Magdeburgs Kulturbeigeordnete Regina-Dolores Stieler-Hinz jetzt informiert.

In Zukunft sollen aber regelmäßige Gespräche auf der Arbeitsebene durchgeführt werden. Diese sollten sich primär auf den museumspädagogischen Bereich beziehen. Vereinbart wurden Treffen zum Beginn und Ende der Spielzeiten im Steinzeitdorf Randau und der Megedeborch im Kulturhistorischen Museum. Hier birgt der regelmäßige kollegiale Austausch die meisten Chancen für Synergieeffekte im Bereich der Vermittlungsarbeit, so die Kulturbeigeordnete.

Auf Nachfrage zeigt sich Wilko Florstedt vom Vorstand des Randauer Steinzeitdorfes über die Information aus der Stadtverwaltung überrascht. „Uns lag bislang kein Vorschlag zur Kooperation mit dem Kulturhistorischen Museum vor. Wir würden uns freuen, solch ein Papier gemeinsam mit dem Museum auszuarbeiten“, so das Vorstandsmitglied. Zielstellung sollte es sein, das Steinzeitdorf als Attraktion am Elberadwanderweg in der Saison durchgängig öffnen zu können. „Denn nur mit einem kontinuierlichen Angebot kann die Zukunft dieses Ausflugsziels regional und überregional sichergestellt werden“, ergänzt Wilko Florstedt.

Auch CDU-Stadtrat Manuel Rupsch wundert sich darüber, dass es zu keinem Kooperationsvertrag zwischen dem Steinzeitdorf und dem Kulturhistorischen Museum gekommen ist. „Was erhofft man sich aus den zwei Gesprächen im Jahr? Unser Antrag aus dem vergangenen Jahr sollte vor allem dazu dienen, die Zukunft der Anlage in finanzieller Hinsicht zu sichern“, so das Stadtratsmitglied.

Im März 2019 hatte die CDU-Stadtratsfraktion einen Antrag eingereicht. Darin war zunächst gefordert worden, dass das Steinzeitdorf Randau als Außenstelle in das Museum Magdeburg integriert werden soll. Doch die Stadtverwaltung lehnte eine Aufnahme in die Museenlandschaft ab. Die Folge wäre eine höhere finanzielle Belastung für die Stadtkasse. Stattdessen wollte die Verwaltung dem Steinzeitdorf einen Kooperationsvertrag mit dem Kulturhistorischen Museum anbieten.