Magdeburg l Das Treffen zwischen Lutz Trümper und den Jungen fand im Alten Rathaus statt. Die sechs Jugendlichen waren gemeinsam mit Lehrer Tino Dalichow vom Oberbürgermeister eingeladen worden.

Medienvertreter waren bei dem Treffen nicht dabei. In einer vom Rathaus verschickten Mitteilung steht, dass Trümper den Jugendlichen zugesichert habe, dass er und die gesamte Stadtverwaltung sich weiter dafür einsetzten, dass die Landeshauptstadt Magdeburg für alle Menschen, die hier leben, ein sicherer und lebenswerter Ort bleibe.

Täter sind der Polizei schon lange bekan

Die Volksstimme hatte von dem Übergriff auf die Jugendlichen nach einem Schulfest berichtet. Die Schüler waren von vier Männern beleidigt und geschlagen worden. Zwei Jungen wurden dabei leicht verletzt. Bei den mutmaßlichen Tätern handelt es sich um vier polizeibekannte Magdeburger im Alter zwischen 18 und 32 Jahren. Gegen sie wird wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung ermittelt.

Bei dem Gespräch im Rathaus hob Trümper hervor, dass solche Übergriffe in Magdeburg nicht toleriert würden. „Gerade die IGS Regine Hildebrandt ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Ländern gemeinsam lernen und sich gemeinsam für eine friedliche Gesellschaft einsetzen. Dass ausgerechnet nach einem Integrationsfest einige Schüler Opfer einer fremdenfeindlichen Straftat geworden sind, ist perfide und nicht hinnehmbar“, so Trümper. Magdeburg bleibe eine bunte, weltoffene Stadt, in der Menschen aus unterschiedlichsten Herkunftsländern und aller Religionen leben können.

Trümper verurteilt Gewalt

"Natürlich stehen wir als Kommune vor einer großen Aufgabe, die bleibeberechtigten Menschen zu integrieren“, sagte Trümper. Einige Flüchtlinge seien nur auf Zeit hier. Unabhängig davon verurteilte er jegliche Gewaltanwendung: „Gewalttäter müssen unnachgiebig bestraft werden“, so Trümper.

"Ich begrüße sehr, dass OB Lutz Trümper zeitnah die Schüler im Alten Rathaus empfangen hat", sagte Lydia Hüskens, Vorsitzende des FDP-Kreisverbandes Magdeburg. "Wir brauchen auch in der Zukunft solche sichtbaren Zeichen der politisch Verantwortlichen für Weltoffenheit und Fremdenfreundlichkeit - nicht nur bei der Meile der Demokratie im Januar", so Hüskens. Der Grüne Landtagsabgeordnete Sören Herbst sagte der Volksstimme: "Ich finde das sehr beunruhigend. Wir dürfen nicht hinnehmen, dass Kriminelle Jagd auf Migranten machen. Das muss mit allen Mitteln unterbunden werden".