Magdeburg l Nachdem die Stadtverwaltung beim SC Magdeburg und dem Olympiastützpunkt Sachsen-Anhalt nachgefragt hat, möchte sie jetzt untersuchen, ob in der Landeshauptstadt eine neue Schwimmhalle gebaut werden kann. Hintergrund: In der Elbeschwimmhalle als angestammter Standort der Schwimmer reicht der Platz kaum noch aus. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die Sportler sich hier die Bahnen mit dem Schulschwimmen und mit dem öffentlichen Schwimmen teilen müssen.

Als Standort ist ein Gelände im Bereich des Leichtathletikzentrums in der Nachbarschaft der MDCC-Arena im Gespräch, wo sich auch die beiden Sportschulen Magdeburgs befinden.

Noch muss zwar geklärt werden, wo und wie der Neubau einer Schwimmhalle genau möglich ist. Für eine entsprechende Planung müsste der Stadtrat den Weg frei machen. Die geschätzten Investitionskosten von 19 Millionen Euro könnten aus jeweils ein Drittel Bund, Land und Kommune finanziert werden.

Neue Halle soll für Entlastung sorgen

Die Verlagerung des Leistungssports aus der Elbeschwimmhalle in eine neue Trainingsschwimmhalle, die idealerweise am Standort der Sporteinrichtungen und Sportschulen in Cracau gebaut werden könnte, hätte laut Stadt nicht nur für den Leistungssport sondern insbesondere auch für das Schulschwimmen sowie für das öffentliche Baden und den Breitensport positive Auswirkungen, da Kapazitäten besonders in der Elbeschwimmhalle hierfür frei werden würden.

Der Olympiastützpunkt Sachsen-Anhalt und die Abteilung Schwimmen des SC Magdeburg befürworten die Initiative zum Neubau einer Trainingsschwimmhalle. Trainingszeiten und Ausstattungen seien zunehmend mit dem öffentlichen Badebetrieb unvereinbar. Die Elbeschwimmhalle könne die Rahmenbedingungen für den Leistungssport nicht mehr bieten, heißt es seitens des SCM.

Kein öffentlicher Bäderbetrieb geplant

Angesichts ausgelasteter Schwimmhallen und des Ausfalls der Diesdorfer Halle und der damit verbundenen Einschränkungen für den Schul- und Vereinssport brachte die damalige CDU/FDP-Stadtratsfraktion (das Bündnis ist inzwischen zerbrochen) eine zusätzliche Schwimmhalle ins Spiel. Ziel sei es, dass die Elbeschwimmhalle entlastet wird, der Spitzensport weiter optimale Trainingsbedingungen hat und die Kinder bessere Möglichkeiten bekommen, das Schwimmen zu erlernen.

Seitens der Stadtverwaltung heißt es aber auch deutlich, dass eine Nutzung einer neuen Schwimmhalle im ostelbischen Gebiet für den öffentlichen Badebetrieb nicht denkbar sei. Dem ebenfalls in dem Gebiet angesiedelten Nemo-Freizeitbad, das privat betrieben wird, solle keine Konkurrenz gemacht werden.