Magdeburg l Zwei Jahre nach dem ersten Austausch stehen Karin Grasse und Oliver Hornemann als Vorstände der Genossenschaft sowie Dr. Jörg Biastoch als geschäftsführender Gesellschafter des privat-gewerblichen Pflegedienstleisters am Bruno-Taut-Ring in Magdeburg und legen den Grundstein für ein neues Wohnprojekt am Bruno-Taut-Ring. Einen Steinwurf vom Wohnblock 49-56 entsteht auf der Freifläche, die vor Jahren durch den Abriss des sogenannten Formerwinkel-Wohnquartiers entstanden war, in den kommenden Monaten ein Senioren-Wohnpark ähnlich jenem, den Humanas an der Hans-Grade-Straße eröffnet hat.

28 eingeschossige Apartments in Form einer Wabe bilden das Herz des Pflegebereichs, 16 barrierefreie Reihenhäuser im Bungalowstil sind parallel zum benachbarten Wohnblock geplant – der Bauantrag dafür sei laut Karin Grasse gestellt.

Im vertrauten Umfeld bleiben

„Wir möchten zum einen ältere Bewohner ansprechen und ihnen die Möglichkeit geben, auch im Alter in ihrem Wohngebiet bleiben zu können, sowie junge Familien erreichen“, verweist sie auf die Sanierung des Wohnblocks Bruno-Taut-Ring 46-48, der im Zuge der Modernisierung dieses Bereichs noch mit Fahrstühlen versehen und modernisiert werden soll. Hier sind die für Neu-Olvenstedt untypischen und gefragten Vier- und Fünf-Raum-Wohnungen zu finden. „Nach dem Ende der Sanierung sollen die Mieten noch bezahlbar sein“, betont sie.

Doch dies ist Zukunftsmusik. Die Gegenwart besteht aus Fertigteilen. Ähnlich wie zur Aufbauzeit der Großsiedlung Neu-Olvenstedt die mehrgeschossigen Wohnhäuser im Stile des industriellen Wohnungsbaus entsteht die Pflegewabe aus Fertigteilen, „was zeitliche und energetische Vorteile hat“, so Jörg Biastoch. In Kürze schon soll der Rohbau fertig sein. Humanas ist dann auch Betreiber der Einrichtung, bei der ambulante Pflege und Tagespflege kombiniert werden. Der Bruno-Taut-Ring ist dann nach der Sankt-Josef-Straße (Tagespflege am Marktplatz „Olven I“) und dem Wohnpark an der Hans-Grade-Straße der dritte Standort des Unternehmens, der in Neu-Olvenstedt betrieben wird.

Wohnen für Jung und Alt

Dass mit dem insgesamt knapp 13 Millionen Euro schweren Bauprojekt mit Sanierung und Neubau Wohnmöglichkeiten für Jung und Alt geschaffen werden, ist ganz im Sinne von Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD), wie er bei der Grundsteinlegung sagt. „Hier finden Familien mit Kindertagesstätten, Grundschule und Gymnasium sowie Schwimmbad beste Voraussetzungen, ein schönes Leben zu führen.“

Als ehemaliger Bewohner, der einst von Mitte der 1980er bis in die 1990er Jahre am Bruno-Taut-Ring gewohnt hat, hat er die Entwicklung des Stadtteils besonders im Blick. „Dafür ist es auch gut, dass alle Preissegmente bei den Mieten bedient werden“, so Trümper.