Rückbau

Nuschke-Weg schon bald Geschichte?

Die Stadt Osterburg will ein Teilstück des Otto-Nuschke-Weges aus dem Verkehr ziehen.

Otto-Nuschke-Weg in Osterburg im Oktober 2020

Osterburg l Mit ihren Ambitionen, das Grundstück ihrer Kita „Wundervilla“ im Osterburger Altneubaugebiet zu erweitern und es bis auf den zwischen August-Bebel-Straße und Karl-Liebknecht-Straße gelegenen Abschnitt des Otto-Nuschke-Weges auszudehnen, ist die Stendaler Borghardtstiftung einen Schritt weiter.
Denn eine dreimonatige Frist, in der Einwohner Gelegenheit hatten, Einwendungen gegen die geplante Entwidmung des Straßen-Teilstückes zu erheben, ist ohne jegliche Resonanz verstrichen. Das teilte Bauamtsleiter Matthias Köberle auf Nachfrage mit. Die Einwendungsfrist ist Bestandteil eines sogenannten Einziehungsverfahrens, dass der Stadtrat im Oktober 2020 per Beschluss eröffnet hatte, um das Straßenstück zu entwidmen und damit faktisch aus dem Verkehr zu ziehen. Die Stadtpolitiker unterstützen die Absicht der Stiftung, auf dem heutigen Straßenpflaster mit Fitness- und Freizeitgeräten einen öffentlich zugänglichen sowie generationenübergreifenden Begegnungsort zu schaffen. Dies umso mehr, da das Teilstück des Otto-Nuschke-Weges entbehrlich sei, wie die Kommune mit Blick auf die Verkehrsführung im Altneubaugebiet deutlich macht. Weil Einwendungen ausblieben, haben die die Osterburger Räte in der nächsten Sitzungsfolge den Einziehungs-Beschluss auf dem Tisch.
Stimmen die Politiker zu, soll die Entscheidung Ende April öffentlich bekanntgemacht werden. Dieser Bekanntgabe schließe sich eine einmonatige Frist an, in der Bürger Widerspruch einlegen können. Bleibt letzteres aus, verliert das Teilstück des Nuschke-Weges seine Eigenschaft als öffentlicher Verkehrsweg. Der Weg für den Verkauf der insgesamt 655 Quadratmeter großen Fläche an die Stiftung wäre frei. Die neue Eigentümerin hätte dann freie Bahn, den Rückbau der Pflasterstraße vorzunehmen.