Magdeburg l Mitte 2017 sind die Mitglieder der „Businitiative Beyendorf-Sohlen“ durch Magdeburgs zwei ländlichen Stadtteile gegangen, um Unterschriften zu sammeln. Das Ziel: eine attraktive Busverbindung von Beyendorf-Sohlen in die Stadt. Die Unterschriften wurden dem Stadtrat Magdeburg übergeben, rund 1150 waren es. Auch hatte es mehrere Gesprächsrunden mit dem Rathaus und der Geschäftsführerin der Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) gegeben.

Damals hatte man sich eine Ringbus-Lösung (Beyendorf-Sohlen/ Westerhüsen/ Reform/ Beyendorf-Sohlen) gewünscht. Zwischenzeitlich wurde per Stadtratsbeschluss OB Lutz Trümper beauftragt, zusammen mit den MVB einen Vorschlag erarbeiten zu lassen, wie Beyendorf-Sohlen besser mit Magdeburg per Bus verbunden werden könnte. Dieser Konzeptvorschlag lag kürzlich bei der OB-Dienstberatung auf dem Tisch.

Buslinie zum Bördepark

Und das sind die Pläne: Zukünftig wird Beyendorf-Sohlen per Buslinie mit dem Bördepark verbunden. Von dort aus solle ein Übergang (Umsteigen) zur Straßenbahn und zum Bus Richtung Ottersleben und Sudenburg möglich sein. Der Bus von Beyendorf-Sohlen zum Bördepark soll im Einstundentakt verkehren.

Richtung Osten ist eine Anbindung an Westerhüsen geplant. Wie die MVB dazu erklärten, sei eine Neuerschließung der Welsleber Straße bis zur Arnold-Knoblauch-Straße geplant. Dort sei auch eine Wendeschleife für die Straßenbahn geplant. Der Ortsteil Sohlen solle dann per Bus an diesen Bereich angeschlossen werden, die Fahrgäste sollen zukünftig in der Sohlener Straße vom Bus in die Bahn umsteigen können.

Keine andere Route geprüft

Diese beiden Anbindungen von Beyendorf-Sohlen an Magdeburg seien die einzig möglichen, so die MVB und Magdeburgs zuständiger Baubeigeordneter Dieter Scheidemann. Eine andere Linienführung sei nicht weiter geprüft worden.

Damit ist die am Anfang von der Bürgerinitiative vorgeschlagene Ringbus-Lösung für Stadt und MVB vom Tisch. Begründung: Die derzeit geplante Linienführung habe die höchste Erschließungswirkung bei kurzen Fahrwegen und Fahrzeiten. Eine andere Linienführung würde zwangsläufig zur Verlängerung von Fahrzeiten und zum dauerhaften Einsatz eines zusätzlichen Busses führen.

Buslinie erst ab 2020

Wie die Anbindung von Beyendorf-Sohlen an Magdeburg an den Wochenenden aussehen soll, wurde noch nicht mitgeteilt. Und es gibt noch einen „Wermutstropfen“: Die Einwohner der Ortsteile müssen sich bis zur Umsetzung der Pläne noch etwas gedulden. Diese könnten erst verwirklicht werden, wenn die MVB ihre zurzeit im Bau befindliche neue 2. Nord-Süd-Verbindung abgeschlossen haben. Damit ist frühestens 2020 zu rechnen.

Noch eine weitere Busverbindung war den Beyendorf-Sohlenern wichtig: die für ihre Kinder an die Schulen der Stadt Magdeburg. Die Erreichbarkeit der Schulstandorte werde auch weiterhin gegeben sein, so die MVB, allerdings müssten die Schüler zukünftig im Bördepark vom Bus in die Straßenbahn umsteigen. Man werde aber prüfen, ob zu den Stoßzeiten morgens und mittags jeweils zusätzlich ein Bus für den Schülertransport in Richtung Reform eingetaktet werden könnte. Dabei gehe es auch speziell um die Anbindung der Grundschule „Lindenhof“, in die viele Kinder aus Beyendorf-Sohlen gehen.