Magdeburg l Dass mit den Badeverboten sowohl am Barleber als auch am Neustädter See finanzielle Verluste für die Stadt einhergehen, sei schon jetzt klar. Das erklärt am Freitag der Sportbeigeordnete Matthias Puhle. Denn: Das Personal ist trotzdem vor Ort. Die Verbote müssten schließlich auch überwacht werden. Täglich überprüfen die Mitarbeiter auch den Zustand anhand der Sichttiefe. „Wenn Sie bis zu den Knien im Wasser stehen und Ihre Füße sehen, ist alles gut“, sagt der Leiter des Magdeburger Gesundheitsamtes Eike Hennig. Die Sichttiefe sei in puncto Algen ein wichtiger Gradmesser.

Als Alternative zu den algengeplagten Seen halten die drei kommunalen Freibäder her. Diese seien aktuell sehr gut besucht, sagt Matthias Puhle und freut sich darüber auch in puncto Einnahmen. Normalerweise haben die Bäder in der Johannes-Göderitz-Straße, im Kirschweg und in der Carl-Miller-Straße zwischen 10 und 19 Uhr geöffnet. An den heißen Tagen wird bis 20 Uhr geöffnet.

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Doch reicht das den Magdeburgern aus? Ist eine längere Öffnungszeit eine Option? Matthias Puhle erklärt, bisher sei der Bedarf nicht an die Stadt herangetragen worden. Längere Öffnungen stehen offenbar trotz Badeverboten aktuell nicht zur Debatte. „Man kann beobachten, dass die Besucher gegen 18 und 19 Uhr aufbrechen“, begründet der Sportbeigeordnete. Und macht deutlich: „Jede Stunde kostet uns Geld.“

Wie ist Ihre Meinung? Sollten Magdeburgs Freibäder länger geöffnet haben? Würden Sie dafür mehr zahlen? Stimmen Sie bis Montag, 30. Juli 2018, um 14 Uhr online ab.