Magdeburg l Im Anschluss ans Fair-Play-Turnier der G-Jugend-Mannschaften auf dem Platz des VfB Ottersleben am Schwarzen Weg ist am 22. April 2018 in Magdeburg ein ökumenischer Fußballgottesdienst gefeiert worden. Anstelle einer Predigt gab es ein Halbzeitgespräch, bei dem Vertreter des 1. FCM und des 1. FC Knast 09 dabei waren.

FCM-Kapitän Marius Sowislo berichtete von seiner Jugend, in der er als Messdiener in seiner katholischen Heimatgemeinde aktiv war. „Später hatte ich wegen des Sports keine Zeit mehr für diese Arbeit.“ Dankbar sei er, dass es ihm möglich war, in einem wichtigen Teil seines Lebens mit dem Fußball sein Hobby zum Beruf zu machen. Trotz seines Bekenntnisses, dem Sport auch in Zukunft treu zu bleiben, schwang hier durchaus etwas Wehmut mit – hat der Mannschaftskapitän für das Ende der Saison doch auch das Ende seiner sportlichen Karriere angekündigt.

Hilfe in der Krise

FCM-Präsident Peter Fechner berichtete in dem von Vikarin Malu Dieter vom evangelischen Kirchspiel Altstadt-Martin geleiteten Gottesdienst von der wichtigen Rolle, die der Glaube für ihn nicht zuletzt zum Beginn seiner Präsidentschaft gespielt hatte: Damals steckte der FCM in einer tiefen Krise. „Der Glaube hat mir damals geholfen, die Menschen mitzunehmen“, berichtet Peter Fechner. Und er sagt mit Blick auf den jetzt vollendeten Aufstieg: „Ich glaube, wir können noch mehr.“

Neben dem Fußball-Blogger Alexander Schnarr, der den Zusammenhalt der Fans und die Gemeinschaft der Fußballanhänger als Grundlage für tiefe Freundschaften lobt, berichteten die FCM-Fans Sven Jagnow und Dieter Ludwig von Ritualen und Glauben. Es ging dabei um Glücksbringer aus Japan, die Suche nach dem immer gleichen Parkplatz, die Bratwurst an immer dem gleichen Stand. Und eben auch einmal ein Stoßgebet, gerade wenn es um einen Elfmeter geht. Und auch Marius Sowislo hat sein Ritual vor jedem Spiel: „Jedes Mal, bevor das Spiel angepfiffen wird, bekreuzige ich mich.“

An die Menschen glauben

Vom Glauben berichtet auch Simon Becker, der den 1. FC Knast 09 mitgegründet hat. Er sagt: „Ich habe an dieser Stelle nie große Worte um meinen Glauben gemacht. Aber ich habe an die Menschen geglaubt.“ Das sei wichtig, um sie zu erreichen und um mit ihnen gemeinsam Erfolge zu erringen.