Magdeburg l Es war durchaus eine Hiobsbotschaft, als die Stadtverwaltung Magdeburg Ende Juli 2020mitteilen musste, dass es eine Havarie in der Schwimmhalle an der Großen Diesdorfer Straße gibt. Einmal, weil es nicht das erste Problem in der Pannenhalle in den vergangenen Jahren ist. Und dann natürlich, weil die unfreiwillige Schließzeit den Plan für die kommende Hallensaison durcheinanderbrachte.

Dieser sei aber mittlerweile weitestgehend geordnet, wie Rathaussprecher Michael Reif auf Volksstimme-Anfrage mitteilt. So sei das Schulschwimmen in Absprache mit der zuständigen Landeskoordinatorin für Grund- und Förderschulen „hauptsächlich in die Schwimmhallen Olvenstedt und Nord“ verlegt worden, wie er berichtet. Dies geht allerdings zulasten der regulären Besucher. „Es war notwendig, das öffentliche Schwimmen in der Vormittagszeit etwas einzuschränken“, so Reif.

Was den Vereinssport angehe, sei die Verwaltung in „engem Kontakt“ mit allen Verantwortlichen, „so dass bisher allen Vereinen, natürlich mit gewissen Einschränkungen, auch Hallenzeiten zur Verfügung gestellt werden konnten“, erklärt der Stadtsprecher.

Ingenieurbüro beauftragt

Für die Schwimmhalle Diesdorf sei mittlerweile ein Ingenieurbüro beauftragt worden, das nun per Gutachten einschätzen soll, wie nach dem festgestellten Schaden weiter verfahren werden soll. Bei der Befüllung des Beckens waren im Juli massive Wasserverluste bemerkt worden. Daraufhin habe man die Folie unter die Lupe genommen, die im Becken ausgelegt ist, und dabei festgestellt, dass sie porös ist. Das Gutachten soll bis Ende September vorliegen. „Nach Auswertung wird dann über die weitere Verfahrensweise entschieden“, so Michael Reif

Eine zeitliche Prognose gibt er nicht ab. Im Bildungsausschuss war zuletzt die Rede davon, dass die Halle voraussichtlich bis Jahresende geschlossen bleibt. Die bereits zweimal verlängerte Freibadsaison endet nun endgültig, wie Michael Reif weiter erklärt. „Bis einschließlich Freitag gibt es am Barleber See noch eine Badeaufsicht, ab Sonnabend nicht mehr“, sagt er. Aufgrund der hohen Temperaturen waren dort noch die Kassen besetzt geblieben. Auch das Carl-Miller-Bad war einige Tage über das reguläre Ende der Freibadsaison hinaus geöffnet gewesen.